[WestG] [AKT] Der LWL verleiht seinen Foerderpreis an Lutz Volmer aus Bielefeld: Volkskundler ist in der westfaelischen Hausforschung aktiv

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Jun 30 09:27:32 CEST 2011


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 29.06.2011, 15:08


AKTUELL

Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Lutz Volmer aus Bielefeld
Volkskundler ist in der westfälischen Hausforschung aktiv

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 
3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde 
in diesem Jahr an den in Bielefeld geborenen Dr. Lutz Volmer. 
Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (29.06.) in Recke 
(Kreis Steinfurt) beschlossen.

"Mit seiner Dissertation zum Hausbau in Ravensberg hat Lutz 
Volmer eine eindrucksvolle Grundlagenforschung zur Entwicklung 
und zum Wandel des ländlichen und des kleinstädtischen 
Hausbestandes in Ravensberg vorgelegt. Hierbei hat er mit 
Fragen nach den Bauideen, Motivationen und den 
Wertvorstellungen, die für die beteiligten Akteure 
handlungsleitend waren, neue Wege in der Hausforschung 
beschritten", heißt es in der Begründung des Rates für 
westfälische Landeskunde.

Volmer wurde 1977 in Bielefeld geboren. Schon als Schüler und 
junger Student hat er mit tausenden Fotos von heute zum Teil 
nicht mehr erhaltenen Bauwerken in Ostwestfalen 
Dokumentationsarbeit geleistet. Über 4.000 seiner Bilder 
gehören heute zum Bestand des Bildarchivs der Volkskundlichen 
Kommission beim LWL. Nach seinem Studium der 
Volkskunde/Europäischen Ethnologie, Kunstgeschichte, Ur- und 
Frühgeschichte an der Universität Münster hat er ein 
Volontariat bei der Volkskundlichen Kommission für Westfalen 
absolviert. Hier hat er das Projekt "Mein 18. November" 
organisiert, bei dem über 5.000 Westfalen aufschrieben, wie sie 
den 18. November 2005 erlebt haben. Nach seinem Volontariat 
leitete er am Niedersächsischen Institut für historische 
Küstenforschung in Wilhelmshafen das Projekt "Glossar zum 
prähistorischen und historischen Holzhausbau". Inzwischen ist 
er wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Forschungs- und 
Ausstellungsprojektes am Museumsdorf Cloppenburg in 
Niedersachsen.

Hintergrund Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, ist 
für Personen gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind 
und in ihrer Freizeit Landesforschung betreiben oder die 
ehrenamtliche Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen 
unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen 
Rückhalt einer großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse 
erbringen.


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