[WestG] [AKT] Geschichte des mittelalterlichen Moenchtums: Historiker Prof. Dr. Joachim Wollasch wird 80 Jahre alt
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Feb 1 10:08:04 CET 2011
Von: "Pressestelle der WWU Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 31.01.2011, 13:45
AKTUELL
Geschichte des mittelalterlichen Mönchtums
Historiker Prof. Dr. Joachim Wollasch wird 80 Jahre alt
Prof. Dr. Joachim Wollasch, ehemaliger Direktor des
Historischen Seminars und des Instituts für
Frühmittelalterforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster (WWU), feiert am Dienstag, 1. Februar, seinen 80.
Geburtstag in seiner Heimatstadt Freiburg. Am 4. Februar wird
er in Münster bei einem akademischen Festakt an der WWU geehrt.
Joachim Wollasch, Mitglied der Historischen Kommission für
Westfalen und der französischen "Société nationale des
Antiquaires", trug mit seiner Forschungstätigkeit maßgeblich
zur Stellung Münsters als Zentrum interdisziplinärer
Mittelalterforschung bei. Seine Forschungsarbeit konzentriert
sich vor allem auf die Geschichte des mittelalterlichen
Mönchtums und dessen Wirkung auf die Umwelt der Klöster.
Grundlegende Arbeiten gelangen ihm vor allem mit einer neuen
Interpretation der Totenbücher des Mittelalters, die er durch
neuartige Editionen verfügbar machte und deren Namenvielfalt er
mithilfe der elektronischen Datenverarbeitung erschloss. In
zahlreichen Aufsätzen stellte er den Zusammenhang von
Totengedenken und Reformmönchtum dar.
Seine Untersuchungen zur Armensorge im Mittelalter führten zu
einer neuen Bewertung der sozialgeschichtlichen Aspekte des
Gedenkens an Verstorbene. Im Zentrum seiner Forschungsarbeiten
stand die Geschichte des Klosters Cluny in Burgund, welches
Mönchtum und Religiosität des 10. bis 12. Jahrhunderts
entscheidend prägte.
Nach dem Studium in seiner Heimatstadt Freiburg wurde Joachim
Wollasch dort 1955 promoviert; 1963 habilitierte er sich. Nach
Dozententätigkeit in Freiburg und einem Aufenthalt am Deutschen
Historischen Institut in Rom wurde der Historiker 1973 auf
einen Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an die
Universität Münster berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung
im Jahr 1996 tätig war.
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