[WestG] [AKT] Helden locken zum Dialog mit Migranten ins LWL-Industriemuseum Henrichshuette Hattingen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Sep 30 10:37:31 CEST 2010
Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 29.09.2010, 15:16
AKTUELL
Helden locken zum Dialog mit Migranten ins LWL-Industriemuseum
Staatssekretärin Zülfiye Kaykin zu Gast in der Henrichshütte
Hattingen
Atatürk und Padre Pio - die Hattinger Helden-Ausstellung
integriert auch Vorbilder, die in den letzten Jahrzehnten mit
den Einwanderern aus ganz Europa ins Ruhrgebiet kamen. Ein
multikulturelles Thema wie die Heldenverehrung bietet gute
Chancen, die Institution Museum für Menschen mit
Migrationshintergrund stärker zu öffnen.
Davon überzeugte sich am Dienstag, (28.9.) Zülfiye Kaykin,
Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Integration und
Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, die derzeit auf
"Integrationstour" durch das Land reist. Anlass ihres Stopps im
LWL-Industriemuseum war der Besuch von Mitgliedern des
Moscheevereins aus Witten-Herbede und eines
Volkshochschul-Kurses des Integrationsrats Hattingen.
Es war bereits der zweite "Migrationsworkshop", den der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Hattinger
Industriemuseum veranstaltete. "Wir sind mit unserer Initiative
auf eine große Bereitschaft zum Dialog gestoßen, vor allem bei
den türkisch-islamischen Vereinen und Gemeinden im Ruhrgebiet",
erklärt Anja Hoffmann, Referentin für Bildung und Vermittlung
beim LWL-Industriemuseum.
Bei den Treffen mit Multiplikatoren von Vereinen und
Integrationsstellen steht nach einer speziellen Führung durch
die Helden-Ausstellung eine Diskussionsrunde auf dem Programm.
Dabei werden die Erwartungen und Bedürfnisse der Bürger mit
Zuwanderungserfahrung und die Bildungsangebote des Museums
diskutiert.
Das LWL-Industriemuseum will den Dialog weiter ausbauen. Bis
Ausstellungsende am 31. Oktober werden in Hattingen noch der
Ausländerausschuss der IG Metall Gevelsberg und das Projekt
"Glückskäfer" der Stadt Bochum erwartet, in dem Kinder aus
Migrantenfamilien und Senioren ihre Freizeit gemeinsam
gestalten.
"Der Jugend kommt beim Thema Integration eine große Bedeutung
zu", betonte die Staatssekretärin bei ihrem Besuch und lobte in
dieser Hinsicht das Projekt "Helden-Werkstatt". In der Kinder-
und Jugendausstellung zur Kulturhauptstadt-Schau stellen fast
2.000 Schüler ihre Helden-Interpretationen vor.
Gerade diese Arbeiten zeigen, dass die Jugendlichen unabhängig
von ihrer eigenen Herkunft oder der ihrer Familien durchaus die
gleichen Werte im Hinblick auf Helden und Heldentaten teilen:
Engagement, Zivilcourage und Hilfsbereitschaft.
Am Ende des Besuchs staunten sowohl die Teilnehmer des
Workshops als auch die Staatssekretärin, als Museumspädagogin
Annette Kritzler eine im Revier besonders verehrte Frau als
"Heldin mit Migrationshintergrund" vorstellte: Die Heilige
Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, stammt aus der Türkei.
INFO
LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte