[WestG] [KONF] Dortmund als Hansestadt: Fernhandel und Kulturtransfer, Dortmund, 19./20.11.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Okt 7 11:41:15 CEST 2010
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 06.10.2010, 09:05
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
KOLLOQUIUM
8. Dortmunder Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte in
der spätmittelalterlichen Stadt:
Dortmund als Hansestadt: Fernhandel und Kulturtransfer
19. bis 20. November 2010
Die freie Reichsstadt Dortmund war im Mittelalter bedeutende
Hansestadt. Die Dortmunder Fernkaufleute agierten von Brügge
bis Novgorod, von Visby (Gotland) bis Riga, Reval/Tallinn und
Danzig. Sie hatten Zugang zu den Warenströmen aus dem nahen und
fernen Orient. Die Kunstwerke in den Dortmunder Kirchen
spiegeln diese nachgerade globale Vernetzung wieder. Das achte
Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte in der
spätmittelalterlichen Stadt beschäftigt sich vom 19. bis 20.
November 2010 in der Stadtkirche St. Reinoldi mit dem frühen
Dortmund, als es noch Hansestadt war.
Viele der Schätze sind selbst repräsentative Importstücke, in
anderen sind kostbare Luxusgüter des Fernhandels (vor allem
Textilien) repräsentiert, immer wieder wurden aus fernen
Ländern importierte Rohstoffe (Holz aus dem Baltikum, Pigmente
für die Farben aus dem Orient) verwendet. Aus heutiger Sicht
gewinnt solche weitgespannte Vernetzung in der vormodernen Welt
wieder großes Interesse.
Zu folgenden Themen wird es Vorträge geben:
- Ökonomische Netzwerke und "Amigonat" im Zeitalter der
Proto-Globalisierung - das Bild von der Hanse im frühen 21.
Jahrhundert: Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow, Lübeck
- Dortmund und die Hanse: Prof. Dr. Thomas Schilp, Dortmund
- Musik in Hansestädten - Musikvorführung (Prof. Dr. Michael
Stegemann, Dortmund)
- "Naardenschke Laken nehme ich lieber als den Aalborgischen
Hering". Hansische Kaufleute und ihr Warenhandel im späten
Mittelalter: Prof. Dr. Rudolf Holbach, Oldenburg
- Eine Dalmatika und ihre gestickten Besätze. Die Materialien
und ihre Herkunft: Prof. Birgitt Borkopp-Restle, Bern
- Hinrich II. Bocholt - Inszenierung im Leben und nach dem Tod:
Prof. Dr. Barbara Schellewald, Basel
- "Aus dem Königreich der Tartaren kommen Goldstoffe und Seide"
- Seiden mit chinesischem Dekor im Stralsunder
Paramentenschatz: Dr. Juliane von Fircks, Mainz
- Kostbare Güter aus dem Süden: Italienische Seiden in
Dortmund: Prof. Dr. Annemarie Stauffer, Köln
- Auf den Spuren von Marco Polo: Dr. Birgit Franke und Prof.
Dr. Barbara Welzel, Dortmund
Die Tagung ist für Interessierte geöffnet, eine Anmeldung ist
nicht erforderlich. Veranstaltet wird das Kolloquium vom
Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund, vom
Stadtarchiv Dortmund, von der Conrad-von-Soest-Gesellschaft,
von der Stadtkirche St. Reinoldi sowie dem Historischer Verein
für Dortmund und die Grafschaft Mark. Das Kolloquium ist Teil
des Projektes "Fremde Impulse. Baudenkmale im Ruhrgebiet“ der
Denkmalpflege von LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) und
LVR (Landschaftsverband Rheinland).
INFO
Veranstaltungsort:
Stadtkirche St. Reinoldi
Ostenhellweg
44135 Dortmund
Kontakt
Prof. Dr. Barbara Welzel
Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
Raum 5.228
Emil-Figge-Straße 50
44221 Dortmund
Tel: 0231 / 755-2955
barbara.welzel at tu-dortmund.de
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