[WestG] [AKT] Westfalen heute 19.11.2010

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Nov 19 12:21:22 CET 2010


Von: "Westfalen heute" <nachrichten at westfalen-heute.de>
Datum: 19.11.2010, 12:16


AKTUELL

Nachrichtenservice Westfalen
Westfalen heute - 19.11.2010

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Westfalen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Gelsenkirchen, Hamm, 
Soest, Unna: Politik, Stadtentwicklung, Wirtschaft / 19.11.2010 
12:00

Westfalen heute spezial: Zwangsurlaub für die Stadtkasse - 
immer mehr Rathäuser schließen nach Weihnachten

Westfalen (wh). Zwischen Weihnachten und Neujahr macht das 
Rathaus zu: Auf der Suche nach Sparmöglichkeiten haben einige 
Städte Westfalens entschieden, ihre Verwaltung an den Tagen 
"zwischen den Jahren" komplett zu schließen. Es gilt 
Überstunden abzubauen, Ausgaben für Heizung und Strom zu 
drosseln - und vor allem die Haushaltsbilanz zu entlasten. 
Betriebsferien vom 27. bis zum 31. Dezember machen zum Beispiel 
die Städte Gelsenkirchen und Bottrop. Der Kreis Unna, der Kreis 
Soest und die Stadt Bochum planen, ihre Verwaltungs- und 
Servicestellen im kommenden Jahr zwischen den Feiertagen zu 
schließen. Nur ein Notdienst von Standes-, Sozial- und 
Jugendamt hilft Bürgern dann in dringenden Fällen weiter. 
Rettungsdienst und Feuerwehr bleiben von der Einschränkung 
unberührt. In der Stadt Arnsberg ist dieses Modell schon seit 
einigen Jahren Praxis. Die Anzahl der Bürgeranfragen zwischen 
den Feiertagen sei "extrem gering", so Pressesprecher Dirk 
Hammel. "Viele Menschen sind doch in dieser Zeit im Urlaub." 
Hier gehen die Meinungen jedoch auseinander. "Je mehr Leute 
Urlaub haben, desto mehr Leute kommen auch", hat Christian 
Strasen, Sprecher der Stadt Hamm, beobachtet. Vor allem in der 
Kfz-Zulassungsstelle sei der Andrang zwischen den Feiertagen 
groß. Deshalb arbeiten in Hamm die Servicestellen ohne 
wesentliche Einschränkungen weiter. Grund der 
Rathausschließungen ist der kommunale Schuldenberg: Die Stadt 
Gelsenkirchen rechnet, dass 1,7 Millionen Euro durch den Abbau 
von Überstunden und Urlaubstagen eingespart werden können. 
Bottrop erwartet einen Spareffekt von 600.000 Euro, der Kreis 
Unna hofft, bei einer Schließung rund 350.000 Euro zu sparen. 
Bei diesen Summen handelt es sich allerdings um einen 
bilanziellen Effekt. Denn die Städte müssen für die geleisteten 
Überstunden Rückstellungen bilden. Durch das Abfeiern der zu 
viel gearbeiteten Stunden, wird die Bilanz entlastet. Weniger 
Lohn wird jedoch nicht gezahlt. Die Stadt Dortmund konnte 2009 
so 2,2 Millionen Euro sparen. In diesem Jahr bleiben die Türen 
der Ämter jedoch geöffnet. Die Haushaltssituation sei nicht so 
dramatisch wie im Vorjahr, deshalb hätten Verwaltungsspitze und 
Personalrat entschieden, dass man "nicht wieder in die 
persönliche Urlaubsplanung eingreifen will", so ein 
Stadtsprecher. Schließlich müssen Mitarbeiter, die nicht 
ausreichend Überstunden gesammelt haben, für die Schließung 
freie Tage opfern - ein Zwangsurlaub für die Stadtkasse.

Pressekontakt: Hans-Joachim Skupsch, Pressesprecher Stadt 
Dortmund, Telefon: 0231/5025677, E-Mail: hskupsch[at]stadtdo.de;
 Christian Strasen, Pressesprecher Stadt Hamm, Telefon: 
02381/173512, E-Mail: strasen[at]stadt.hamm.de; Martin 
Schulmann, Pressesprecher Stadt Gelsenkirchen , Telefon: 
0209/1692374, E-Mail: Martin.Schulmann[at]gelsenkirchen.de

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Westfalen,
 NRW, Deutschland, Borken: Politik, Soziales / 18.11.2010 17:00

Bundesmodellprojekt gegen Pflegenotstand: DRK Borken vermittelt 
junge Arbeitslose

Kreis Borken (wh). Im Kampf gegen die zunehmende 
Personalknappheit im Pflegebereich hat das 
Bundesbildungsministerium im Kreis Borken ein Modellprojekt auf 
den Weg gebracht. In der dreijährigen Projektphase sollen junge 
arbeitslose Menschen bis 29 Jahren vom Borkener Kreisverband 
des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eine Qualifizierung im 
Gesundheitsbereich vermittelt bekommen. Die Maßnahme richtet 
sich besonders an Jugendliche mit Migrationshintergrund. Das 
Modellprojekt mit dem Titel "Aqua" ("Abschlussorientierte 
Nachqualifizierung in Gesundheits- und Pflegeberufen") wird vom 
Bundesministerium und der Europäischen Union mit 699.000 Euro 
unterstützt. DRK-Vorstand Anton Verschaeren sagte, die Zeit für 
das Projekt sei reif: "Damit machen wir eine Wachstumsbranche 
in neuer Qualität für Benachteiligte zugänglich." Die 
Enquete-Kommission des nordrhein-westfälischen Landtags gehe 
davon aus, dass sich allein im Kreis Borken die Zahl der 
Pflegebedürftigen von 2002 bis 2020 um gut 61 Prozent auf mehr 
als 13.400 Menschen erhöhe.

Weitere Informationen: http://www.kv-borken.drk.de/ 

Pressekontakt: Anton Verschaeren, Vorstand DRK-Kreisverband 
Borken, Telefon: 02861/8029110, E-Mail: 
a.verschaeren[at]kv-borken.drk.de; Peter Ivankovic, Leiter 
DRK-Bildungswerk, Telefon: 02861/8029323, E-Mail: 
p.ivankovic[at]kv-borken.drk.de

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Westfalen,
 Paderborn: Kultur und Medien / 18.11.2010 16:00

Mit Wollpulli durch Nagelgang: KleppArt-Schau zeigt hautnahe 
Kunst

Paderborn (wh). Sie ist Schönheitssymbol, Verbindung zwischen 
Außen und Innen und verletzliche Hülle des Körpers: Die Haut 
steht im Mittelpunkt der Ausstellung "Enthüllung" in der 
Paderborner KleppArt. In Arbeiten aus den Bereichen Objekt, 
Fotografie, Videoperformance, Siebdruck und Zeichnung setzen 
sich mehrere Künstler mit dem größten menschlichen Organ 
auseinander. Katrin Graf zum Beispiel zeigt in ihrem Video 
"wundbar" eine in einen Strickanzug gehüllte Frau, die durch 
einen mit Nägeln gespickten, engen Gang läuft. Die Ausstellung 
wird in den Textilkunsträumen KleppArt am 23. November um 19.30 
Uhr mit einer Performance der Mode-Textil-Design-Studentin 
Julia Bergschneider eröffnet und läuft bis zum 21. Dezember 
2010.

Achtung Redaktionen: Im Downloadbereich unserer Webseite finden 
Sie ein Pressefoto zu dieser Meldung.

Weitere Informationen: : 
http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/83472/ 

Pressekontakt: Universität Paderborn, Referat Presse und 
Kommunikation, Telefon: 05251/602553, E-Mail: 
presse[at]zv.uni-paderborn.de

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Westfalen,
 Gelsenkirchen: Kultur und Medien, Panorama, Stadtentwicklung / 
18.11.2010 15:00

Neue Kunstorte und alte Probleme: Buchprojekt untersucht 
Kulturhauptstadt

Gelsenkirchen (wh). Was bleibt von der Kulturhauptstadt, wenn 
das Ruhr.2010-Jahr am 18. Dezember offiziell endet? Diese Frage 
hat die Studierenden der Fachhochschule Gelsenkirchen schon vor 
einigen Monaten beschäftigt. Ihre Eindrücke, Recherchen und 
Analysen rund um das Ruhrgebiet fasst das Buch "Ruhr.2010 
danach" zusammen. Herausgegeben von Bertram von Hobe, Wilm 
Herlyn und Michael Braun, ist es jetzt im ISB-Verlag Waltrop 
erschienen. Die Texte entstanden hauptsächlich in einer 
Schreibwerkstatt des FH-Instituts für Journalismus und Public 
Relations. 34 Autoren, zu denen auch Dozenten und Journalisten 
zählen, schildern zum Beispiel die Entwicklung der Emscher zu 
einem Kunstort und den begeisterten Einsatz der ehrenamtlichen 
"Volunteers" bei Veranstaltungen. Sie blicken aber auch auf die 
Kulturzentren, die keine Förderung durch die 
Ruhr.2010-Gesellschaft erhalten haben, und auf die 
strukturellen Probleme des Ruhrgebietes. Ergänzt durch die 
Zeichnungen des Karikaturisten Thomas Plaßmann ist so eine 
Sammlung von unterschiedlichen Momentaufnahmen und kritischen 
Betrachtungen einer Region entstanden.

Pressekontakt: Bertram von Hobe, Mitherausgeber, Telefon: 
0201/8439660, E-Mail: burchard-hobe[at]web.de

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