[WestG] [AKT] Vortrag: Polen im Ruhrgebiet, Bochum, 16.11.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Nov 12 10:07:04 CET 2010
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 11.11.2010, 11:20
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
"Polen im Ruhrgebiet
Dr. Susanne Peters-Schildgen analysiert Selbst- und
Fremdzuschreibungen der Arbeitsmigration im 19. und 20.
Jahrhundert
Namhafte Kunst- und Kulturhistorikern referiert im Rahmen der
gemeinsamen Veranstaltungsreihe des Bochumer Zentrums für
Stadtgeschichte und des ISB"
Als Schalke 1934 deutscher Meister wurde glaubte man
tatsächlich, dass Polen deutsche Fußballmeister wurden. Mit
einem Tibulsky, Kalwitzki, Burdenski, Przybylski oder einem
Czerwinski standen viele Spieler polnischer Abstammung auf dem
Platz - die "polnischen Gerüchte" wischte der Verein dann
schnell vom Tisch.
Anfang 1940 kam es dann zum Masseneinsatz polnischer
Zwangsarbeiter. Im Rahmen der "Polenerlasse" Himmlers mussten
sie ihre Kleidung mit einem "P" kennzeichnen. Zechenleitungen
befürchteten, dass sich die Maßnahme auch gegen alteingesessene
Ruhrpolen richten könnte.
Mit "Czapracki" oder "Kaczmarek" zeigen sich Spuren polnischer
Zuwanderung heute auch immer noch in den Telefonbüchern des
Reviers; ihre Namen haben Serien und Titel inspiriert wie
"Schimanski" oder "Dr. Antonia Cervinski Querenburg".
Mit Dr. Susanne Peters-Schildgen wird eine ausgewiesene
Kennerin der Ost-West-Migration Einblicke in die polnische
Arbeitsmigration geben. Susanne Peters-Schildgen ist seit dem
Jahre 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin / Kustodin am
Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen.
Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtarchiv
Herne und am Ruhrlandmuseum Essen. Sie ist Vorstandsmitglied
des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher sowie
Gründungsmitglied im Arbeitskreis Ruhrgebiet-Oberschlesien.
Ihre Veröffentlichungen befassen sich mit Kunst- und
Kulturgeschichte, Migration im Ruhrgebiet und vergleichender
Industriegeschichte.
Termin
Dienstag, "16. November 2010, 18:00 Uhr"
im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17-19,
44789 Bochum
Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Die Veranstaltungen
sind zugleich Lehrveranstaltungen der Ruhr-Universität Bochum.
Die gemeinsame Veranstaltungsreihe vom RUB-Institut für soziale
Bewegungen (ISB) und dem Bochumer Stadtarchiv korrespondiert
mit der Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" im
Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, die als Teil des
Kooperationsprojektes "Fremd(e) im Revier!?" von der Ruhr.2010
GmbH in das Programm der Kulturhauptstadt Europas aufgenommen
wurde.
Das ISB hat seinen Sitz im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets,
Clemensstraße.
"Mit den alten Beständen der Industriegewerkschaft Bergbau und
Energie IGBE beherbergt das Archiv für soziale Bewegungen (AfsB)
im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets ebenso einen reichen
Fundus zur Arbeitsgeschichte von Migrantinnen und Migranten."
INFO
Thea A.Struchtemeier, Dipl.Soz.Wiss.
Institut für soziale Bewegungen
Zentralinstitut der Ruhr-Universität im
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Clemensstraße 17-19
D-44789 Bochum
Tel.: +49/234/32-28768
URL: http://www.isb.rub.de
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte