[WestG] [AKT] Vortrag: Fuer Freiheit und Vaterland - nationale Helden, Hattingen, 25.06.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Jun 22 09:14:54 CEST 2010
Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 21.06.2010, 13:11
AKTUELL
Für Freiheit und Vaterland - nationale Helden
Bildvortrag im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Um nationale Helden geht es im nächsten Vortrag in der Reihe
"Helden-Werk", zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) am Freitag, 25. Juni, um 19.30 Uhr in sein
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen einlädt. Dr. Thomas
Parent, einer der Kuratoren der Kulturhauptstadt-Ausstellung
"Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen", stellt in
seinem Vortrag bekannte und weniger bekannte Beispiele
nationaler Heldenverehrung vor. Danach erfolgt ein gemeinsamer
Rundgang durch den Ausstellungsbereich "Nationale Helden". Der
Eintritt ist frei.
Hintergrund
Im 19. Jahrhundert haben Helden Hochkonjunktur. Im Prozess der
europäischen Nationalstaatsentwicklung werden zahlreiche
Persönlichkeiten aus Geschichte und Sage, aber auch
zeitgenössische Feldherren und Politiker als Helden verklärt
und verehrt. Im anbrechenden Industriezeitalter entstehen die
neuen Heldenmythen geradezu inflationär und werden zunehmend
durch Massenmedien unters Volk gebracht. Diese Heldenkulte
spiegeln auch Konflikte wider - zwischen Parteien, Klassen,
Nationen.
In der Hattinger Ausstellung begegnet den Besuchern eine
Vielzahl von nationalen Heldenbildern: Ein Monumentalgemälde
Kaiser Wilhelms I. aus dem Herner Rathaus, ein Altarbild mit
Otto von Bismarck aus Gelsenkirchen, zahlreiche Schulwandbilder,
Karikaturen, historische Ansichtskarten. Frankreich ist durch
Vercingetorix, Jeanne d'Arc und Napoleon vertreten, Polen durch
Kopernikus, Chopin und Maksymilian Kolbe. Einzelne Bilder
zeigen, dass gelegentlich auch Kinder zum Heldentum verlockt
bzw. missbraucht wurden - als Barrikadenkämpfer in der Berliner
Revolution von 1848 oder als bewaffnete Meldegänger im
Warschauer Aufstand von 1944.
Heute sind viele der Heldenkulte sind bereits wieder in
Vergessenheit geraten, andere, etwa die Beispiele aus Polen,
hier weitgehend unbekannt. Die Ausstellung vermittelt einen
lebendigen Eindruck aus einer Blütezeit des Heldenkultes, regt
aber auch zu Diskussionen über die Rolle von Heldenbildern an.
INFO
Anschrift:
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 25
45527 Hattingen
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