[WestG] [AKT] Weniger Besucher auf Burg Altena: Sanierungsarbeiten und der Winter die Hauptgruende

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 4 10:24:55 CET 2010


Von: "Märkischer Kreis" <info at presse-service.de>
Datum: 28.01.2010, 15:25


AKTUELL

Weniger Besucher auf Burg Altena
Sanierungsarbeiten und der Winter die Hauptgründe

Die Sanierungsarbeiten auf der Burg Altena forderten ihren 
Preis. Im vergangenen Jahr gingen die Besucherzahlen gegenüber 
dem Jahr zuvor von 61.438 um 7,8 Prozent auf 56.671 zurück. 
"Gemessen an den ungünstigen Begleitumständen ist dieser 
Rückgang aber als moderat zu bewerten", so Museumsleiter 
Stephan Sensen. Der dritte Bauabschnitt der Burgsanierung 
verwandelte die Wehranlage bis Ende Juli in eine Großbaustelle. 
Auch das weitgehende Fehlen eines gastronomischen Angebots für 
Museumsbesucher dürfte sich ausgewirkt haben, vermutet der 
Museumsleiter. Witterungsbedingte Aspekte, ein langer Winter 
2008/09 und der frühe Wintereinbruch 2009/10, spielten 
ebenfalls eine Rolle.

Analog zum Besucherrückgang wurden auch die 
museumspädagogischen Programme und Führungen der Museen Burg 
Altena weniger nachgefragt. Es fanden 1.103 Führungen mit 
14.845 Personen statt. Das sind 19,5 Prozent weniger als 2008. 
Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche lag mit 26,
2 Prozent knapp unter dem Vorjahresniveau von 27,4 Prozent. 
Nach wie vor zählen die museumspädagogischen Programme der 
Museen des Märkischen Kreises zu den am intensivsten 
nachgefragten Angeboten aller Museen in Westfalen.

Deutsches Drahtmuseum

Weil das Deutsche Drahtmuseum vor allem über die Kombikarte an 
die Museen Burg Altena angebunden ist, wurden dort die Zahlen 
gleichermaßen beeinträchtigt. Mit 12.030 Besuchen hatte es 
1.154 (8,7 Prozent) weniger als noch ein Jahr zuvor. Der 
Jahrestrend machte sich auch bei der Nachfrage der 
museumspädagogischen Programme und Führungen des Deutschen 
Drahtmuseums bemerkbar. Es fanden 113 Führungen mit 1.508 
Personen statt. Das bedeutet einen Rückgang an Führungen um 22,
1 Prozent gegenüber 2008. Der Anteil der museumspädagogisch 
betreuten Besuche sank auf 12,5 Prozent gegenüber 16,1 Prozent 
im Vorjahr

Luisenhütte Balve-Wocklum

Auch die Zahlen der Luisenhütte Wocklum sanken im Jahr 2009. 
5.821 Besucher wurden gezählt. Das sind 1.950 oder 25,1 Prozent 
weniger als im Vorjahr. Dies lag vor allem an dem überraschend 
schlecht besuchten zweiten Tag des Industriekultur-Festivals 
"Luise heizt ein" sowie daran, dass die neuen 
museumspädagogischen Angebote zunächst entwickelt werden 
mussten, ehe sie ab der nächsten Saison kommuniziert werden. 
Seit der Neueröffnung im Mai 2006 wurden 32.448 Besuche 
gezählt. Gegenüber der Ausgangssituation von 2003, dem letzten 
Jahr vor der Neukonzeption der Luisenhütte, lagen die 
Besuchszahlen von 2009 um 224 Prozent höher. 2009 fanden 97 
Führungen mit 1.733 Personen statt. Das waren 20,5 Prozent 
Führungen weniger als 2008. Der Anteil der museumspädagogisch 
betreuten Besuche stieg von 27,3 Prozent auf 29,8 Prozent.

Die Einnahmen der Museen aus Eintrittsgeldern und 
Verkaufserlösen haben im Jahr 2009, korrespondierend zur 
Verringerung der Besuchszahlen, abgenommen. Die Summe fiel um 
28.358 Euro (Minus 11,5 Prozent) auf 195.788 Euro.


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