[WestG] [AKT] Juergen Lodemann liest aus "Anita Droegemoeller" und "Siegfried", Bochum, 26.08.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Aug 20 10:59:28 CEST 2010
Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 19.08.2010, 12:09
AKTUELL
Rendezvous auf der Zeche Hannover: Lebedame trifft Drachentöter
Jürgen Lodemann liest aus "Anita Drögemöller" und "Siegfried"
Ein interessantes Paar stellt der aus dem Ruhrgebiet stammende
Autor Jürgen Lodemann am Donnerstag, 26. August, um 20 Uhr im
Industriemuseum Zeche Hannover des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) in Bochum vor.
"Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr" war 1975 nicht nur
einer der ersten Krimis, die im Ruhrgebiet spielten, sondern
auch der erste Roman in reinem Ruhrdeutsch. Mit ihm machte
Lodemann die Ruhrgebietssprache literaturfähig. Die Ermordung
des Nibelungen-Helden Siegfried wiederum gilt als der
vermutlich älteste deutsche Kriminalfall. Jürgen Lodemann
erzählt ihn hochdramatisch, urkomisch und durchgehend
respektlos. "Siegfried und Krimhild" ist ein jüngeres Projekt
des heute in Freiburg lebenden Autors
Biografie
Jürgen Lodemann wurde 1936 in Essen geboren und machte dort
auch das Abitur. Nach dem Studium in Freiburg folgten
Zeitungsvolontariate in Essen, Hamburg und Berlin. Anschließend
arbeitete Lodemann als Dokumentarfilmer, Redakteur und
Moderator für verschiedene Sender. Gleichzeitig schrieb er
Theaterstücke, Romane und Essays und nahm Lehraufträge an einer
Reihe von Universitäten wahr.
1978 gewann Lodemann den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik,
1987 den Essener Dramatikerpreis, 1988 den Literaturpreis
Ruhrgebiet, 2002 den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar und den
Literaturpreis der Landeshauptstadt Stuttgart. Lodemann ist
Mitglied im PEN-Zentrum der BRD und war von 2007 bis 2009
Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller in
Baden-Württemberg.
Ausstellung
Mit der Lesung von Jürgen Lodemann setzt das
LWL-Industriemuseum sein Begleitprogramm zur Ausstellung
"Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles" fort. Die Schau
lässt eine heute weitgehend vergessene Kulturgeschichte des
Reviers wieder lebendig werden - eine Geschichte, die sich
zwischen Traditionspflege und moderner Kunst,
Bergarbeiterkultur und Pop entfaltete. Heute gehören Krimis mit
Regionalbezug zu den erfolgreichen Kulturprodukten des Reviers.
Für Interessierte gibt es um 19 Uhr noch eine Führung durch die
Ausstellung. Lesung und Führung sind kostenfrei.
INFO
Krimilesung
Do, 26.8.2010, 20 Uhr
Führung durch die Ausstellung: 19 Uhr
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Treffpunkt: Zechenvorplatz
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