[WestG] [AKT] Archaeologie-Studierende unterwegs: Deutsche Institute vereinfachen den Studienortwechsel

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Aug 16 10:32:00 CEST 2010


Von: "Josef König" <josef.koenig at presse.ruhr-uni-bochum.de>
Datum: 13.08.2010, 09:44


AKTUELL

Archäologie-Studierende unterwegs
Deutsche Institute vereinfachen den Studienortwechsel
Prämiert: Beratung, Umzugsbeihilfe, Leistungsanerkennung

Im Archäologiestudium sollen sich die Studierenden "die Rosinen 
herauspicken": Um die fachliche Breite zu studieren und das 
eigene Profil zu akzentuieren, empfiehlt es sich, an 
verschiedenen Orten zu studieren. Um den Studienortwechsel 
einfacher zu machen, haben sich neun archäologische Institute 
deutscher Universitäten zum Netzwerk PONS zusammengeschlossen, 
darunter auch die RUB. Die Institute sorgen dafür, dass 
Studienleistungen wechselseitig anerkannt werden, beraten 
Wechselwillige und bieten Hilfe beim Umzug. PONS wird im Rahmen 
der gemeinsamen Initiative "Bologna - Zukunft der Lehre" von 
der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung gefördert.

Geschickte Tour sorgt für sachliche Breite

Der Wechsel des Studienorts war bisher trotz flächendeckender 
Bachelor- und Masterstudiengänge in der Archäologie schwierig. 
Nicht nur, dass die Studiengänge verschiedene Namen hatten, 
auch waren die Modulbestandteile unterschiedlich, die Zahl der 
Kreditpunkte verschieden und die Anzahl der Pflichtmodule 
uneinheitlich. Folglich sank die Zahl der Studienortwechsler - 
"dabei führt erst eine geschickte 'Tour' durch zwei oder drei 
Universitätsinstitute im Rahmen der BA- und MA-Studiengänge zur 
notwendigen sachlichen Breite", sagt Prof. Dr. Johannes 
Bergemann (Göttingen), Initiator des Projekts.

Beratung, Kerncurriculum und hilfreiche Webseite

PONS, ein Netzwerk, das mit neun Instituten ein Drittel aller 
archäologischen Institute Deutschlands vereint, hilft mit 
mehreren Maßnahmen. Es gibt ein Beratungskonzept für Kandidaten 
für den Studienortwechsel und eine Internetplattform mit 
Informationen über die aufnehmenden Institute, Kontaktdaten der 
Ansprechpartner, einer Wohnungstauschbörse und anderen konkrete 
Hilfen. Zudem haben die Institute ein Kerncurriculum des Fachs 
als Schnittmenge aller beteiligten Studienordnungen sowie die 
für die Institute spezifischen Spezialisierungen entwickelt. An 
allen neun Instituten werden Module für ankommende Studierende 
in den Vorlesungskommentaren gekennzeichnet. In der 
Anfangsphase des Projekts erhalten Studienortwechsler eine 
einmalige Umzugsbeihilfe in Höhe von 500 Euro.

Neun Institute sind beteiligt

An PONS beteiligt sind die neun Institute für Klassische 
Archäologie in Bochum, Bonn, Freiburg, Göttingen, Heidelberg, 
Leipzig, Regensburg, Rostock und Tübingen. Das Projekt gehört 
zu den Gewinnern des Wettbewerbs "Bologna - Zukunft der Lehre", 
der von der Volkswagenstiftung und der Stiftung Mercator 
veranstaltet wurde. Die Förderungsdauer beträgt vier Jahre, 
jedoch ist das Projekt langfristig darauf ausgerichtet, 
dauerhaft in das Angebot der Universitäten aufgenommen zu werden.


INFO

Linda Kolla
Institut für Archäologische Wissenschaften der
Ruhr-Universität
44780 Bochum
E-Mail: pons at rub.de 
URL: http://www.pons-archaeologie.de


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte