[WestG] [LIT] Paege, Herbert: Bergbau mit spitzer Feder. Die Karikaturen der Gewerkschaftszeitung einheit
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Aug 9 10:34:10 CEST 2010
Von: "Herbert Päge" <kontakt at bergbau-mit-spitzer-feder.de>
Datum: 27.07.2010, 10:32
LITERATUR
Herbert Päge: Bergbau mit spitzer Feder. Die Karikaturen der
Gewerkschaftszeitung einheit. Zeitung der IG Bergbau und
Energie. 404 Seiten mit 277 schwarz-weißen Abbildungen, Format
16 x 23 cm, ISBN 978-3-86858-582-7, 34,90 Euro.
Das Ruhrgebiet hat einen dramatischen Strukturwandel vollzogen,
der in diesem Jahr mit unzähligen Veranstaltungen an den
verschiedensten Orten so umfassend wie nie zuvor dokumentiert
wird. Aber das Ruhrgebiet war auch der Motor des
Wirtschaftsaufschwungs. Zechen und Stahlwerke haben lange Zeit
das Leben der Region zwischen Ruhr und Lippe bestimmt und
Hunderttausenden von Menschen ihren Lebensunterhalt gesichert.
Kohle und Energie bildeten über viele Jahre hinweg einen der
Schwerpunkte politischer Aktivitäten und Streitigkeiten auf
kommunaler, Landes- und Bundesebene.
Über kaum ein anderes Thema wurde so ausdauernd und kontrovers
diskutiert wie über Energie und Kohle. Einen stets kritischen
Begleiter fanden Bergbauunternehmen und Politiker aller Couleur
in der Zeitung der Industriegewerkschaft Bergbau (und Energie),
die zunächst als "Die Bergbau-Industrie" und seit Anfang
Oktober 1960 unter dem Titel "einheit" erschien. Zu den
Meinungsbeiträgen in dieser Zeitung gehörten traditionell
Karikaturen. Viele davon beschäftigten sich direkt oder
indirekt mit der bundesdeutschen Kohle- und Energiepolitik oder
der IG Bergbau (und Energie) selbst. Über 200 dieser
Zeichnungen werden in diesem Buch vorgestellt - und geben einen
Einblick in ein halbes Jahrhundert Wirtschaftsentwicklung im
Kohlenpott.
Der Autor, Dr. Herbert Päge, wurde 1958 als zweiter Sohn eines
Bergmanns und einer Hausfrau geboren. Er wuchs zunächst in
einer Bergarbeiterkolonie im Recklinghäuser Stadtteil Suderwich
auf. Nachdem der Vater zum Steiger befördert worden war,
erfolgte der Umzug in ein "Angestelltenhaus" im (im wahrsten
Sinne des Wortes) Schatten des ehemaligen Gasometers der
Suderwicher Kokerei.
Rußschwaden und das tagelange Abfackeln überschüssigen Gases,
das die Nächte taghell erscheinen ließ, Kumpel, die nach dem
Schichtwechsel auf der Zeche König-Ludwig 4/5 beim Bäcker in
der Nachbarschaft ihr Feierabendbier tranken, riesige
Schichtenzettel auf dem Wohnzimmertisch, vom Vater akribisch
mit Normschriftschablone ausgefüllt, und stets wiederkehrende
Gespräche auf Familienfeiern, die sich immer und immer wieder
um das Thema Zeche drehten, sind wesentliche Erinnerungen an
Kindheit und Jugend.
Glücklicherweise stand für den Vater, der nach dem Krieg
aufgrund des Arbeitskräftemangels zur Arbeit vor Kohle
zwangsverpflichtet worden war, bereits frühzeitig fest, dass
seine Söhne niemals unter Tage arbeiten würden. So ermöglichten
die Eltern Herbert Päge als erstem Mitglied der Familie
überhaupt den Besuch eines Gymnasiums, dem das Studium der
Journalistik und die Promotion zum Dr. phil. folgten. Heute
arbeitet Herbert Päge als freier Journalist und Buchautor. Er
lebt mit Frau, zwei Töchtern und Hündin nach wie vor in
Recklinghausen.
INFO
Informationen zum Buch unter:
URL: www.bergbau-mit-spitzer-feder.de
Kontakt:
Dr. Herbert Päge
Pressebüro Päge
Grüner Weg 2
45659 Recklinghausen
Tel.: 0700-76757473
E-Mail: kontakt at bergbau-mit-spitzer-feder.de
URL: www.bergbau-mit-spitzer-feder.de
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