[WestG] [AUS] Sonderzuege in den Tod. Die Deportation mit der Deutschen Reichsbahn, Bochum, 20.11.-06.12.2009
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Nov 18 08:22:34 CET 2009
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 17.11.2009, 08:22
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AUSSTELLUNG
Sonderzüge in den Tod.
Die Deportation mit der Deutschen Reichsbahn
20. November bis 6. Dezember 2009 in Bochum
"Sonderzüge in den Tod" - unter diesem Ausstellungstitel
erinnert die Deutsche Bahn AG an das Schicksal von Deportierten,
die während der NS-Zeit von der Deutschen Reichsbahn in
Ghettos, Konzentrations- oder Vernichtungslager transportiert
wurden.
Die Deutsche Reichsbahn war durch die Deportation zahlloser
Menschen unmittelbar am Holocaust beteiligt. Ohne den Einsatz
der Eisenbahn wäre der systematische Mord an den europäischen
Juden, Sinti und Roma nicht möglich gewesen. Insgesamt wurden
im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen Menschen aus fast ganz
Europa mit Zügen zu den nationalsozialistischen
Vernichtungsstätten transportiert. Die Ausstellung "Sonderzüge
in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn"
will an das unermessliche Leid erinnern, das diesen Menschen
zugefügt wurde.
Sie zeigt Einzelschicksale von Kindern, Frauen und Männern, die
von ihren Heimatorten in den Tod transportiert wurden.
Überlebende schildern in Zeitzeugeninterviews die grauenvollen
Zustände in den Zügen. Die fahrplanmäßige und betriebliche
Durchführung dieser Transporte durch die Reichsbahn wird anhand
von Dokumenten und Grafiken dargestellt. Die Wanderausstellung
wurde in Kooperation mit dem Centrum Judaicum und dem Deutschen
Technikmuseum in Berlin erarbeitet.
Sie beruht auf der im Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg
gezeigten Dauerausstellung zur Geschichte der Reichsbahn im
Nationalsozialismus. Die Fotos und Biografien der aus
Frankreich deportierten jüdischen Kinder haben Serge und Beate
Klarsfeld für die Wanderausstellung recherchiert und
zusammengestellt.
INFO
Eröffnung am Freitag, 20. November 2009, 17.00 Uhr:
Grußwort
Gabriele Schäfer
Bürgermeisterin der Stadt Bochum
Deportationen aus Bochum
Dr. Ingrid Wölk
Leiterin des Stadtarchivs - Bochum Zentrum für Stadtgeschichte
Einführung in die Ausstellung
Dr. Susanne Kill
Deutsche Bahn AG
Veranstaltungsort:
Stadtarchiv. Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Str. 47
44789 Bochum
Tel.: 0234-910-9501
URL: http://www.deportationsausstellung.de/
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