[WestG] [AKT] Maerkische Studentinnen vermessen das Wahrzeichen des Maerkischen Kreises mit modernster Technik in 3D

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Jan 23 10:30:25 CET 2009


Von: "Märkischer Kreis" <info at presse-service.de>
Datum: 22.01.2009, 12:02


AKTUELL

Märkische Studentinnen vermessen das Wahrzeichen des Märkischen 
Kreises mit modernster Technik in 3D

Dank zweier Studentinnen aus dem Märkischen Kreis kann nunmehr 
die Burg Altena jederzeit originalgetreu nachgebaut werden. In 
ihrer Diplomarbeit widmeten sich Stephanie van den Berg aus 
Lüdenscheid und Britta Lindner aus Hemer der 
vermessungstechnischen Dokumentation und der Modellierung eines 
3D-Modells der Burg Altena. Das Wahrzeichen des Märkischen 
Kreises ist ein kulturelles Denkmal von nationaler Bedeutung und 
wurde vor 100 Jahren auf Betreiben des damaligen Landrates Fritz 
Thomée mit Spenden aus der Bevölkerung wiederaufgebaut. 
Gleichzeitig ist die Burg Sitz der ersten Jugendherberge der 
Welt.

Grund genug für die Katasterbehörde des Märkischen Kreises die 
beiden Diplomandinnen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Auch das 
Architekten- und Ingenieurbüro Ossenberg-Engels aus Altena war 
von der Idee begeistert. Die Zusammenarbeit zwischen dem 
Märkischen Kreis und der Technischen Hochschule Georg Agricola 
in Bochum wurde rasch besiegelt.

"Wir haben in der Vergangenheit bei ähnlichen Projekten bereits 
sehr gut zusammengearbeitet, weil uns die Kooperation mit Prof. 
Dr. Ing. W. Stelling technisch weiter bringt und es uns Freude 
bereitet, junge Menschen bei technischen Innovationen zu 
unterstützen", erklärt Stefan Offermann vom Märkischen Kreis 
seine Bereitschaft die Betreuung der Diplomarbeit mit dem Titel 
"Entwicklung eines webfähigen 3D-Modells und Möglichkeiten der 
webfähigen Darstellung von Laser-Scanner-Daten am Beispiel 
historischer Räume der Jugendherberge Burg Altena" zu 
übernehmen. Das Projekt konnte jedoch nur gelingen durch das 
besondere Engagement des Architekten- und Ingenieurbüros Hubert 
Ossenberg-Engels und des Vermessungsbüros Wassermann bei der 
Bereitstellung der technischen Messausstattung.

Der so genannte terrestrische 3-D-Laserscanner bietet die 
faszinierende Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit Millionen 
von Punkten zu messen und so das räumliche Objekte zu erfassen. 
Das Objekt oder ein Ausschnitt wird dabei mit einem Laserstrahl 
abgetastet je nach Punktdichte werden Millionen von 3D-Punkte 
als detaillierte Punktwolke erstellt. Solche Systeme werden 
heute eingesetzt bei der Dokumentation industrieller Anlagen, 
der Erfassung und Dokumentation wertvoller Kulturschätze in 
Archäologie und Denkmalpflege bis hin zur Erstellung virtueller 
Welten für die Unterhaltungs- und Tourismusbranche, erläutert 
Professor Dr. Ing. W. Stelling.

Im Kreishaus Lüdenscheid nahmen Professor Wilhelm Stelling und 
Stefan Offermann vom Märkischen Kreis die mündliche Prüfung ab. 
Den jungen, frischernannten Diplom-Ingenieurinnen, die ihre 
Prüfung mit gutem Erfolg bestanden, wünschten Professor Stelling 
sowie Stefan Offermann und Christoph Jochheim-Wirtz vom 
Märkischen Kreis alles Gute für die berufliche Zukunft. Beide 
bedankten sich bei allen Beteiligten für die sehr gute 
Unterstützung. Soviel Frauenpower und das tolle Ergebnis sollten 
jungen Menschen Mut machen, ebenfalls ein technisches Studium 
aufzunehmen, so Jochheim-Wirtz, Fachdienstleiter beim Märkischen 
Kreis. Das 3D-Modell bzw. die virtuelle Welt der Burg werden im 
Rahmen des 100jährigen Jubiläums der Burg Altena auf der 
Homepage des Märkischen Kreises unter www.maerkischer-kreis.de 
veröffentlicht.


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