[WestG] [AKT] "Varus, Varus, gib mir meine Legionen zurueck!", Muenster, 13.01.2009
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Jan 12 11:39:20 CET 2009
Von: "Christne Schedensack" <christine.schedensack at lwl.org>
Datum: 07.01.2009, 13:14
AKTUELL
Vortrag
Dr. Josef Mühlenbrock, Herne
"Varus, Varus, gib mir meine Legionen zurück!" Biographisches
zum namensgebenden Verlierer der Schlacht des
Jahres 9 n. Chr.
Dienstag, 13.01.2009, 19.00 Uhr (s. t.)
Am Dienstag (13.01.) hält Dr. Josef Mühlenbrock im Rahmen der
Vortragsreihe des Vereins für Geschichte und Altertumskunde
Westfalens, Abt. Münster einen Vortrag mit dem Titel "'Varus,
Varus, gib mir meine Legionen zurück!' Biographisches zum
namensgebenden Verlierer der Schlacht des Jahres 9 n. Chr.". Die
vernichtende Niederlage dreier römischer Legionen gegen
Stammesverbände der Germanen des Jahres 9 n. Chr. ist die
einzige, die unter dem Namen des Verlierers in die
Weltgeschichte eingegangen ist. Das Ereignis von
welthistorischer Bedeutung hat das heutige Europa entscheidend
geprägt: Die Römer gaben ihre Expansionspläne im fernen
Germanien auf und zogen sich hinter den Rhein zurück.
Die schriftlichen Quellen, die zum Teil mit fast 200 Jahren
Abstand zum Ereignis berichten, schieben den Großteil der Schuld
Publius Quinctilius Varus zu, dem Statthalter, den Kaiser
Augustus 7 n. Chr. nach Germanien geschickt hatte, um es
endgültig in den Status einer tributpflichtigen Provinz zu
überführen:. Doch kaum jemand weiß, dass dieser Varus vorher
eine beispiellose Karriere hingelegt hatte:
Von edler Abstammung war er nach dem Selbstmord des Vaters
wahrscheinlich im Kreis der augusteischen Dichter aufgewachsen.
Zusammen mit Tiberius, dem späteren Kaiser und Stiefsohn des
Augustus, hatte er das Konsulat, das höchste römische Staatsamt,
inne. Mindestens zweimal hatte er in die engere Familie des
Augustus eingeheiratet. Und als Statthalter hatte er sich -
zumindest aus römischer Sicht - überaus bewährt:
In der mit drei Legionen ausgestatteten Provinz Syria konnte er
in den Jahren um Christi Geburt einen Aufstand erfolgreich
unterdrücken, indem er 2.000 Aufständische ans Kreuz nageln und
die Stadt Emmaus in Schutt und Asche legen ließ. Diese und
weitere biographische Details sollen das facettenreiche Leben
eines der engsten Vertrauten des Kaisers Augustus nachzeichnen,
von dem die Quellen berichten, er habe das Imperium Romanum fast
an den Rand des Abgrunds gebracht.
Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr im Plenarsaal des Landeshauses,
Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48147 Münster.
Der Eintritt ist frei.
INFO
Kontakt:
Christine Schedensack
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster
Fürstenbergstraße 15
48147 Münster
Tel.: 0251-591 5972
Fax: 0251-591 6820
E-Mail: christine.schedensack at lwl.org
URL: www.altertumsverein-muenster.de
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