[WestG] [AKT] Lernen in der "Heldenwerkstatt": LWL-Industriemuseum kooperiert mit zwoelf Schulen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Sep 17 10:49:00 CEST 2008
Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 17.09.2008, 10:16
AKTUELL
Lernen in der "Heldenwerkstatt"
LWL-Industriemuseum kooperiert mit zwölf Schulen
Das NRW-Schulministerium hat im letzten Jahr die
Bildungspartnerschaft "Schule und Museen" auf den Weg gebracht.
Federführend waren dabei die Museen der Landschaftsverbände
Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL). Jetzt hat das
LWL-Industriemuseum im Zuge seiner geplanten Ausstellung
"Helden" zur Kulturhauptstadt "Ruhr.2010" die ersten
Bildungspartnerschaften mit zwölf Schulen abgeschlossen. Das
Projekt stellte das LWL-Industriemuseum am Mittwoch (17.9.) bei
der Fachtagung "Bildungspartner NRW - Museum und Schule" der
Medienberatung NRW in Oberhausen vor.
Jede der zwölf Schulen in Castrop-Rauxel, Dortmund, Essen,
Gelsenkirchen, Gladbeck, Ha-gen, Hattingen, Hamm, Kamen,
Recklinghausen und Dorsten betreibt zusammen mit dem
LWL-Industriemuseum in den kommenden zwei Jahren eine
"Heldenwerkstatt". Was sind Helden? Wie entstehen sie? Haben
verschiedene Kulturen und Generationen unterschiedliche Helden?
Deckt sich der Helden-Begriff von Jungen und Mädchen? Ticken
Heldinnen anders als Helden? Brauchen wir heute überhaupt noch
Vorbilder? In der Heldenwerkstatt suchen die Schüler nach
Antworten.
Die ersten gemeinsamen Aktionen sollen bald anlaufen: In den
Fächern Kunst, Geschichte, Sozialwissenschaften und Deutsch
nehmen Lehrer und Schüler mit Unterrichtsmodulen aus dem
LWL-Industriemuseum den Helden-Begriff unter die Lupe. Zur
Werkstatt gehört aber nicht nur die Theorie: das
LWL-Industriemuseum fördert mit seiner ganzen Methodenvielfalt
eines "außerschulischen Lernortes" auch Kompetenzen im Bereich
Kunst und Medien. So meißeln auf der Zeche Nachtigall in Witten
Schüler ihre Vorbilder in Stein, auf der Henrichshütte Hattingen
gießen sie sie in Metall. Bei Interviews mit Zeitzeugen und
Recherchen in Archiven lernen die Jugendlichen den Umgang mit
Informationen. Im Modul "Deutsch" werfen die Klassen einen Blick
hinter die Kulissen der Neuverfilmung von "Die
Vorstadtkrokodile": Das Produktionsteam gewährt Einblicke ins
Drehbuch, während im Dortmunder Fritz-Hüser-Institut, das den
Nachlass des Autors Max von der Grün verwaltet, mit historischen
Original-Dokumenten gearbeitet wird.
Das Besondere an allen Modulen: Die Unterrichtsergebnisse
verschwinden nicht in den Schularchiven, sondern werden einer
großen Öffentlichkeit in der Ausstellung "Helden" im Jahr 2010
in der Henrichshütte Hattingen präsentiert.
INFO
Beteiligte Schulen:
Adalbert-Stifter-Gymnasium, Castrop-Rauxel
Droste-Hülshoff-Realschule, Dortmund
Hauptschule Karnap, Essen
Hauptschule an der Emmastraße, Gelsenkirchen
Städtisches Ratsgymnasium, Gladbeck
Fritz-Steinhoff-Gesamtschule, Hagen
Gymnasium Holthausen, Hattingen
Harkort-Förderschule, Hamm
Matthias-Claudius-Grundschule, Hamm
Gesamtschule Kamen
Hittorf-Gymnasium, Recklinghausen
Gesamtschule Wulfen, Dorsten
Projektpartner:
Fritz-Hüser-Institut für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur
der Stadt Dortmund
Jugendbildungsstätte Hattingen-Welper
Ansprechpartnerin für die "Heldenwerkstatt" im LWL-Industriemuseum:
Anja Kuhn, Tel. 0231 6961-139, anja.kuhn at lwl.org