[WestG] [AUS] "Wasser.Feuer.Holz" im Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop, 10.05.-31.07.2008

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mai 8 10:35:42 CEST 2008


Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 06.05.2008, 13:05


AUSSTELLUNG

"Wasser.Feuer.Holz" im Schiffshebewerk Henrichenburg
Ausstellungspremiere für das Hafengebäude 

Eine Premiere im doppelten Sinne feiert der Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 9. Mai, in seinem 
Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg: An diesem Tag 
wird die Ausstellung "Wasser.Feuer.Holz" mit Skulpturen des 
Bildhauers Karl Manfred Rennertz eröffnet und damit das 
Hafengebäude am Oberwasser erstmals zugänglich. "Wir sind sehr 
froh, zunächst das Erdgeschoss des Gebäudes als Raum für 
Sonderausstellungen nutzen zu können und hoch erfreut, mit Karl 
Manfred Rennertz gleich einen international renommierten 
Künstler zur ersten Ausstellung begrüßen zu können", erklärte 
Museumsdirektor Dirk Zache heute in Waltrop.

"Wasser.Feuer.Holz" (10.5. - 31.7.08) ist die fünfte Station des 
Zyklus "Atelier.Industrie", der den Künstler an alle acht Orte 
des LWL-Industriemuseums führt. Im April hatte Rennertz in 
Waltrop mit der Kettensäge an seinen Boots-Skulpturen 
gearbeitet. Als Rohmaterial dienten ihm 70 Jahre alte 
Lindenstämme, die im Januar letzten Jahres auf der Zeche Zollern 
in Dortmund dem Sturm zum Opfer gefallen waren. Schon in der 
Zentrale des LWL-Industriemuseums hatte der Bildhauer aus 
Baden-Baden mit den alten Baumstämmen gearbeitet.

Im Schiffshebewerk durchleben einige Skulpturen eine weitere 
Verwandlung: In einer Performance während der "ExtraSchicht" am 
21. Juni wird Rennertz fünf Holzboote als brennende Skulpturen 
zu Wasser lassen. "Meine Boote sind klein, ihr Feuer aber wird 
in der Nacht stark leuchten und mächtig sein. Feuer an Bord, 
eine der größten Gefahren für Seeleute, wird hier zum 
nächtlichen Spiel und soll mit Licht- und Schattenbewegung die 
riesigen Leiber der Binnenschiffe romantisch erwecken", so der 
Künstler. Neben den jüngsten Arbeiten werden in Waltrop auf dem 
Freigelände am Oberwasser und im Hafengebäude auch ältere Werke 
des Bildhauers gezeigt.

Das Hafengebäude, das das LWL-Industriemuseum künftig nicht nur 
für Sonderausstellungen, sondern auch für Veranstaltungen und 
Museumspädagogik nutzen will, ist in Teilen ein ehemaliger 
Lagerschuppen des Remscheider Bahnhofs von 1906. Mit Mitteln des 
Landes NRW wurde er ins Industriemuseum transloziert und am 
Oberwasser des Schiffshebewerk wieder aufgebaut bzw. 
rekonstruiert. Die Baumaßnahmen sollen im Herbst abgeschlossen 
sein fest steht aber schon jetzt: "Das Gebäude passt 
hervorragend in unsere Hafenszenerie aus der Zeit zwischen 1900 
und 1950," so Museumsleiter Herbert Niewerth.

Zur Ausstellung gibt es sechs thematische Radtouren unter dem 
Motto "Mit dem Fahrrad Industriegeschichte und Kunst erfahren". 
Alle starten am Schiffshebewerk, dauern jeweils von 11 bis 18 
Uhr und enden mit der Ausstellungsbesichtigung im 
Hafengebäude.

Die Termine:
So, 11.5. Radtour zur Zeche Zollern in Dortmund mit Führung
Do, 22.5. Radtour zur Kokerei Hansa in Dortmund mit Führung
So, 8.6. Radtour am Rhein-Herne-Kanal zum Umspannwerk 
Recklinghausen mit Führung im Museum Strom und Leben
So, 29.6.	Radtour am Dortmund-Ems-Kanal zum Dortmunder 
Hoesch-Museum mit Führung
So, 13.7. Radtour am Dortmund-Ems-Kanal zum Dortmunder 
Brauerei-Museum mit Führung
So, 27.7.	Radtour am Dortmund-Ems- und Wesel-Datteln-Kanal
zur Schleuse Flaesheim, Haltern 


Karl Manfred Rennertz - Biografie

Karl Manfred Rennertz, 1952 in Eschweiler im Rheinland geboren 
und in Langerwehe zwischen Düren und Aachen aufgewachsen, stammt 
aus einer Familie von Töpfern. Er studierte an der Düsseldorfer 
Kunstakademie bei Professor Alfonso Hüppi und war Stipendiat der 
Villa Massimo in Rom. Seit fast 30 Jahren arbeitet er national 
und international als freier Bildhauer.

Arbeitsaufenthalte führten ihn unter anderem nach New York, New 
Delhi, Luxor, Rom und Salzburg. Rennertz hatte zahlreiche 
Ausstellungen im In- und Ausland und erhielt viele Preise und 
Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit, die der 
zeitgenössischen Bildhauerei wichtige Impulse gab. Nach 
Gastprofessuren in Bremen und Pforzheim hat er seit 2004 eine 
Professur für plastisches Gestalten an der Fachhochschule in 
Detmold. Er lebt und arbeitet in Baden-Baden und Zürich.


INFO

Atelier.Industrie
Wasser.Feuer.Holz
Skulpturen von Karl Manfred Rennertz
10. Mai bis 31. Juli 2008 (Eröffnung 9.5., 19.30 Uhr)

LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Di - So 10 - 18 Uhr