[WestG] [AKT] Reihe: Streit am Mittwoch, 12.03.2008, Hattingen

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Mär 11 11:08:06 CET 2008


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 10.03.2008, 12:07


AKTUELL

Neue Reihe im LWL-Inudstriemuseum: "Streit am Mittwoch" 
Auftakt mit Friedrich Roesner

Zu seiner neuen Reihe "Streit am Mittwoch" lädt der 
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erstmals am 12. März um 
20 Uhr in sein LWL-Industriemuseum Henrichshütte ein. Das Thema 
gibt die Ausstellung "Prometheus. Feuer im Revier" vor. Die 
Ausstellung führt hin zum Elementaren.

Prometheus als Menschenbildner, Feuerbringer und Inspirator des 
Menschengeschlechtes steht wie keine andere Gestalt der Antike 
für das Schöpferische. Das Gestalten ist dem Menschen 
wesenseigen, bei der Arbeit, beim Spiel und natürlich auch in 
der Kunst. Friedrich A. Roesner nimmt in seinem Vortrag "Die 
Kunst im Wandel der Zeit unter homerischem Gelächter" diesen 
Gedanken auf.

"Roesner begeistert durch pointierte Rhetorik und Klarheit der 
Argumentation Und er vertritt eindeutige Thesen", so 
LWL-Museumsleiter Robert Laube. Ein Beispiel: "Nur der Mensch 
trägt den Zweck in sich selbst. Alles was der Mensch schafft, 
schafft er für den Menschen. Da Kunst von Menschen geschaffen 
wird, muss sie notwendigerweise für den Menschen geschaffen 
sein. Kunst, die nur für sich stehen soll, ist tote Kunst."

Der Mensch als Maß aller Dinge - das hat für den Künstler und 
Politiker Roesner Konsequenzen: "Gern machen wir uns glauben, 
dass die Politik, die Gesellschaftsform und deren Organisation, 
nichts mit unserem normalen Leben zu tun habe und schon gar 
nicht mit Kunst. Das aber ist leider ein weitverbreiteter 
Irrglaube. Jeder Atemzug ist Politik und jeder Pinselstrich 
auch. Jedes Bild, jede Skulptur ist Ausdruck der Zeit, in der 
wir leben.

Der Surrealismus zum Beispiel ist per Definition politische 
Kunst. Er nimmt direkten Bezug auf den Marokkokrieg und auf 
seine Entstehungszeit. So gesehen ist jeder Blick auf die Kunst 
in einer bestimmten Zeit ein Blick auf die Politik in eben 
dieser Zeit. Kunst ist immer Bezug - und den gilt es 
aufzuzeigen." Kurz: Wer sich für das interessiere, was der 
Mensch mache und der Affe nicht, könne sich auf einen Abend 
freuen, der es in sich habe, verspricht Laube.

Zur Person
Friedrich A. Roesner ist 54 Jahre alt. Nach 
Bundeswehr und beruflichem Einstieg bei der Ruhrkohle studierte 
er Theaterwissenschaften. Roesner wurde in Dortmund 
Regieassistent, dann Regisseur. Das Theater führte ihn nach 
Krefeld, dann Berlin, später Bern und Koblenz. Heute lebt er als 
freier Regisseur in Dortmund. Roesner ist dort Mitglied im 
Kulturausschuss und stellvertretender Bezirksbürgermeister. 
Aktiv ist er im Künstlerbund "Schlaraffia" und bei den 
Freimaurern in Dortmund.

Der nächste "Streit am Mittwoch" steht schon fest: Am 23. April 
erwartet das LWL-Museum ebenfalls um 20 Uhr Sozialpfarrer a.D. 
Wolfgang Belitz zum Thema "Hat die Arbeit Zukunft?".

Der Eintritt zu "Streit am Mittwoch" ist frei.


INFO

LWL-Industriemuseum
Henrichshütte in Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-0
Fax: 02324 9247-112
E-Mail: birgit.schulz at lwl.org