[WestG] [AKT] Praesidentschaft der Grimmelshausenvereinigung wieder in Muenster
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Mär 7 11:33:32 CET 2008
Von: "Pressestelle Uni Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 06.03.2008, 14:43
AKTUELL
Grimmelshausen-Forschung wird intensiviert
Präsidentschaft der Grimmelshausenvereinigung
wieder in Münster
Am Germanistischen Institut der Universität Münster hat sich ein
"Grimmelshausen-Team" konstitutiert. Dessen
"Simplicissimus"-Roman ist der wichtigste deutschsprachige
Beitrag des 17. Jahrhunderts zur Weltliteratur.
Initator ist Prof. Dr. Peter Heßelmann, der im Sommer zum
Präsidenten der deutschen Grimmelshausen-Gesellschaft gewählt
worden war. Er will die Tradition der Gesellschaft in bewährter
Weise fortführen, wird aber auf Grund seiner langen Erfahrung
als hervorragender Grimmelshausen-Kenner mit zahlreichen
einschlägigen Publikationen und als langjähriges
Vorstandsmitglied der Gesellschaft auch einige Neuerungen
einführen.
So hat er ein Team von Grimmelshausen-Kennern aus Professoren,
wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden des
Germanistischen Instituts gewonnen, das ihn bei seiner Arbeit
unterstützen will.
In der konstituierenden Sitzung Mitte Februar 2008 zeichneten
sich bereits interessante konzeptionelle Perspektiven in der
Spannweite zwischen Optimierung der "Simpliciana", dem Jahrbuch
der Gesellschaft, und Kongressplanungen ab. Es ist in Absprache
mit der Institutsleitung beabsichtigt, dieses Team in die
Abteilung Neuere deutsche Literatur des Germanistischen
Instituts zu integrieren, um letztlich die synergetische
Kooperation zwischen Institut und Gesellschaft zu erreichen.
Erste konkrete Arbeitsergebnisse werden die Edition des
Jubiläumsbandes der "Simpliciana" und zwei wissenschaftliche
Tagungen in Münster und Grimmelshausens Geburtsstadt
Gelnhausen/Hessen sein.
Vor mehr als drei Jahrzehnten, 1977, gründete der Ordinarius für
Neuere deutsche Literatur am Germanistischen Institut der WWU,
Prof. Dr. Günther Weydt, in Münster die
Grimmelshausen-Gesellschaft. Weydt war einer der renommiertesten
Barock-Forscher seiner Zeit und Grimmelshausen-Spezialist.
Er nutzte die immense Resonanz der großen
Grimmelshausen-Gedenkausstellung, die er aus Anlass des
dreihundertsten Todestages des Verfassers des
"Simplicissimus"-Romans zusammen mit dem Westfälischen Museum
für Kunst und Kulturgeschichte 1976 organisiert hatte, für diese
Initiative. Münster als Gründungsort bot sich auch an, weil die
Stadt im "Simplicissimus" erwähnt wird und der Romanheld sich
wie sein Autor bestens in Westfalen auskennt.
1979 brachte Weydt den ersten Band der "Simpliciana", das
Jahrbuch der Gesellschaft, heraus. Der dreißigste Jahrgang des
inzwischen weltweit angesehenen fachwissenschaftlichen Organs
der Grimmelshausen- und Barockforschung wird 2009 erscheinen.
Ziel der Grimmelshausen-Gesellschaft ist es laut Satzung, "die
wissenschaftliche Erforschung der Werke Grimmelshausens in ihren
zeit- und wirkungsgeschichtlichen Bezügen zu fördern und deren
Kenntnis zu verbreiten."
Außer zahlreichen Gelehrten aus aller Welt, zum Beispiel in
China, gehören daher - ganz im Sinne Grimmelshausens - auch
Leser und Leserinnen aller Bildungsstufen zu ihren etwa 250
Mitgliedern.
INFO
Link: Germanistisches Institut
URL: http://www.uni-muenster.de/Germanistik/