[WestG] [AKT] "Auf den Spuren eines Mythos - 1968 im Film", Veranstaltungsreihe in Muenster

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Jan 29 14:50:33 CET 2008


Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 24.01.2008, 08:30
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

"Auf den Spuren eines Mythos - 1968 im Film"
Veranstaltungsreihe in Münster

Zum 40. Mal jähren sich in diesem Jahr die Proteste der 
Stundentenbewegung in den 60er Jahren. Die 68er sind schon seit 
langem ein Mythos. Ein besonderen filmischen Streifzug bieten 
daher das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe 
(LWL) und die Villa ten Hompel in Zusammenarbeit mit dem WDR 
Studio Münster, dem Programmkino Cinema und dem Stadtmuseum 
Münster an - eine in sechs Etappen eingeteilte Reihe "Auf den 
Spuren eines Mythos - 1968 im Film".

An allen Abenden werden Filme oder Dokumentationen gezeigt, die 
um 1968 entstanden und heute Zeitzeugnisse der damaligen 
Ereignisse und ihrer Rezeption sind. "Unsere Reihe will 
verdeutlichen wie auch in Münster die 68er-Bewegung die heile 
bürgerliche Welt durcheinander brachte", unterstreichen Dr. 
Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums, und Christoph 
Spieker, der die Villa ten Hompel leitet. Sie hatten die 
ursprüngliche Idee für die Filmreihe und knüpften Kontakte für 
die Kooperationen.

Zum Auftakt war der Film "Alle Jahre wieder" von Ulrich Schamoni 
zu sehen. Der Streifen hat bis heute Kultstatus, wirft er doch 
einen ironischen Blick auf die Münsteraner Gesellschaft vor dem 
Jahre 1968.

Am Montag, 11. Februar 2008, wird um 20 Uhr die Produktion 
"Zwischen Kreuz und Hakenkreuz" in der Villa ten Hompel, 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28, gezeigt - eine Wiederentdeckung aus 
Archiven des WDR. Es geht um den Umgang der Münsteraner 
Bevölkerung mit der NS-Vergangenheit ihrer Stadt. Christoph 
Spieker bezeichnet dieses Werk als ein "außergewöhnliches 
Zeitdokument". Filmemacher und -autor Markus Schröder, der 
ebenfalls als Experte in der Reihe Rede und Antwort stehen wird, 
schloss sich dieser Einschätzung an. Er erinnert sich an seine 
Jugend, in der er diesen Film mehrfach gesehen hat und freut 
sich ihn bald in der Villa ten Hompel sehen zu können.

Ein weiterer Ort ist das Programmkino Cinema an der Warendorfer 
Straße. Zwei Spielfilme werden dort auf die Leinwand gebracht - 
ein Streifen von Peter Fleischmann, "Jagdszenen aus 
Niederbayern", in dem die Ausgrenzung und Verfolgung 
Homosexueller und "Außenseiter" dargestellt wird. Knappe zwei 
Monate später erscheint dann ein Werk Peter Zadeks "Ich bin ein 
Elefant, Madame", der von dem Versuch erzählt, die demokratisch 
strukturierte Schule zu verändern. Diese Filme gucken über den 
Tellerrand Westfalens.

Nach jedem Film gibt es die Möglichkeit eine Diskussion mit 
fachkundigen Referenten o-der Zeitzeugen zu führen. "Ein 
angeregter Austausch zwischen Jung und Alt sind sehr willkommen 
und wir hoffen, dass diese Filmreihe alle Generationen 
ansprechen wird", so Christoph Spieker.


INFO

Das Programm im Überblick : 

Montag, 21. Januar, 20 Uhr
Alle Jahre wieder (Ulrich Schamoni)
Referent: Dr. Volker Jakob, LWL-Medienzentrum für Westfalen
Ort: LWL-Medienzentrum für Westfalen, 
Fürstenberstr. 14, Raum C105
Reservierung: anke.ogorek at lwl.org, Tel.: 519-3956
Eintritt frei

Montag, 11. Februar, 20 Uhr
Zwischen Kreuz und Hakenkreuz
(Olik Breckhoff, 1969)
Referenten: Christoph Spieker, Geschichtsort Villa ten Hompel 
und Dr. Markus Köster,LWL-Medienzentrum für Westfalen
Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Willhelm-Ring 28
Eintritt frei 

Montag, 25. Februar, 20 Uhr
Jagdszenen aus Niederbayern
(Peter Fleischmann, 1968)
Referent: Dr. Hans Gerhold, Filmhistoriker
Ort: Cinema, Warendorfer Straße 45-47
Reservierung: www.cinema-muenster.de, Tel.: 30300
Eintritt 6,50€

Montag, 10. März, 20 Uhr
Wilde Zeiten in Münster
Referenten: Markus Schröder, Filmjournalist und 
Dr. Axel Schollmeier, Stadtmuseum Münster
Ort: Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28
Anmeldung: Tel.: 492-4503
Eintritt frei 

Montag, 7. April, 20 Uhr
Ich bin ein Elefant, Madame
Peter Zadek, 1968)
Referenten: Dr. Hans Gerhold, Filmhistoriker und 
Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Historiker, Universität Leipzig
Ort: Cinema, Warendorfer Straße 45-47
Reservierung: www.cinema-muenster.de, Tel.: 30300
Eintritt 6,50€

Mittwoch, 23. April, 20 Uhr
Polizei und 1968
Referenten: Christoph Spieker, Geschichtsort Villa ten Hompel und 
Alfons Probst, Polizist und Zeitzeuge
Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Willhelm-Ring 28
Eintritt frei