[WestG] [AKT] Klima-Ausstellung hatte 125.000 Besucher - Zur Extraschicht am 02.06.2007 geoeffnet, Herne

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mai 31 11:12:51 CEST 2007


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 31.05.2007, 08:22


AKTUELL

Klima-Ausstellung hatte 125.000 Besucher - 
Zur Extraschicht am 2. Juni noch einmal geöffnet

Rund 125.000 Menschen haben die Ausstellung "Klima und Mensch"
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne besucht. 
Im LWL-Museum für Archäologie ist am Mittwoch (30.5.) die 
bislang größte Ausstellung in Deutschland zur Entwicklung der 
Menschen aus klimageschichtlicher Sicht zu Ende gegangen.

"Eines hat diese Ausstellung ganz deutlich gezeigt: Das Klima 
war in der Vergangenheit der Motor der Evolution. Die Menschen 
haben bislang auch die extremsten Klimaveränderungen gemeistert, 
indem sie sich technologisch angepasst haben", so LWL-Direktor 
Wolfgang Kirsch.

Mit über 800 Exponate aus allen Kontinenten hatte das LWL-Museum 
für Archäologie die Entwicklung der Menschen, Tiere und Pflanzen 
in den letzten sechs Millionen Jahren gezeigt, darunter 
zahlreiche spektakuläre Einzelfunde.

Star der Ausstellung war zunächst das Mammutbaby "Dima", das vor 
35.000 Jahren im sibirischen Schlamm ums Leben kam und das 
einzige vollständig erhaltene Mammut ist. Ihm zur Seite standen 
drei meterhohe Skelette von ausgewachsenen Mammuts, darunter war 
auch das Mammut aus Ahlen (Kreis Warendorf), das einzige 
komplett erhaltene Mammutskelett Deutschlands.

Viele Exponate zeigten sehr anschaulich, wie sich der Mensch im 
Laufe seiner sechs Millionen Jahre langen Entwicklung an 
Klimaveränderungen angepasst hat: So erfand der Mensch vor 
13.000 Jahren Pfeil und Bogen. Damals endete die letzte 
Kaltphase der Eiszeit und damit änderte sich auch die Pflanzen- 
und Tierwelt. In den dichten Wäldern waren Lanzen und Speere, 
mit denen die Menschen über Hunderttausende von Jahren die 
großen Tierherden gejagt hatten, wenig erfolgreich. In der 
Ausstellung waren zum ersten Mal die drei ältesten vollständig 
erhaltenen Jagdwaffen der Welt zu sehen.

Aber nicht nur die extremen Klimaveränderungen der letzten sechs 
Millionen Jahre waren zu sehen, sondern zum Schluss stellten 
sich die Besucher der eigenen Zukunft. In einem Sonderraum 
konnten sich die Besucher anhand von Infusionsbeuteln über 
aktuelle Klimaschutzprojekte informieren und sich der Frage 
stellen Wie geht es weiter mit dem Klima unserer Erde und welche 
Folgen hat das für die Menschheit?

"Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist stolz darauf, dass 
sein LWL-Archäologiemuseum diese außergewöhnliche Ausstellung 
gezeigt hat. Wie eine Besucherbefragung beweist, war "klima und 
mensch" für ein breites Spektrum an Besuchern interessant. Denn 
es wurden komplexe Inhalte und Zusammenhänge 
allgemeinverständlich dargestellt. Und die Wissenschaftler waren 
von der Exponatauswahl begeistert. Unter anderem, weil hier 
viele der berühmtesten steinzeitlichen Funde aus aller Welt 
zusammen - und zum Teil erstmals in Deutschland beziehungsweise 
Europa - präsentiert wurden", freute sich Prof. Dr. Karl Teppe, 
LWL-Kulturdezernent, bei der Abschlussveranstaltung am Mittwoch.

Zum Abschluss der Ausstellung hatte das LWL-Museum, die DB Regio 
NRW und das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes 
Nordrhein-Westfalen zu einem Klimagipfel der besonderen Art 
eingeladen. NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke sowie Vertreter 
der DB Regio NRW, der Nord-Rhein-Westfälischen Stiftung für 
Umwelt und Entwicklung sowie der Ruhr-Universität Bochum 
beleuchteten die Zukunftsperspektiven des Öffentlichen 
Personennahverkehrs in Nordrhein-Westfalen.

Noch einmal geöffnet Für alle, die die Klima-Ausstellung 
verpasst haben, gibt es eine letzte Gelegenheit bei der 
Extraschicht am 2. Juni. Von 18 bis 2 Uhr ist "Klima und Mensch" 
noch einmal geöffnet, zu jeder vollen Stunde gibt es eine 
kostenlose Führung. Zur Extraschicht haben sich Die 
Ausstellungsmacher noch einmal etwas Besonderes überlegt: In 
einem Klimakorridor zum Museumseingang werden Wetterphänomene 
wie Hitze und Trockenheit, Eis, Blitz und Donner inszeniert und 
stimmen die Besucher auf die Nacht ein. Im Vortragssaal zeigt 
die Firma geoscopia Live-Satellitenbilder aus den 
problematischen Klima-Gebieten der Erde. Und im Museumskino 
laufen den ganzen Abend Kurzfilme und Dokumentationen rund um 
das Thema Umwelt und Klima. Eintrittskarten sind an allen 
bekannten Vorverkaufsstellen und an der Museumskasse 
erhältlich.


INFO

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
URL: www.museum-herne.de 

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, 
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, 
Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

Termine und Kosten:
Extraschicht: 2. Juni 2007, 18 bis 2 Uhr.
Vorverkauf: Einzelticket 10 Euro, 4-Personenticket 32 Euro. 
Abendkasse: Einzelticket 14 Euro. Die Tickets gelten gleichzeitig 
als Fahrausweis in den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr (VRR), 
Ruhr-Lippe (ZRL) und Rhein-Sieg (VRS).
www.klimaundmensch.de