[WestG] [AKT] Antrittsvorlesung des Historikers Prof. Dr. Franz-Werner Kersting, 04.05.2007, Muenster
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mai 3 11:00:00 CEST 2007
Von: "Pressestelle Uni Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 02.05.2007, 11:52
AKTUELL
Die skeptische Generation
Antrittsvorlesung des Historikers Prof. Dr. Franz-Werner Kersting
Prof. Dr. Franz-Werner Kersting hält am 4. Mai 2007 seine
Antrittsvorlesung am Fachbereich Geschichte/Philosophie der
Universität Münster. Der Historiker spricht am Freitag um 16.15
Uhr im Hörsaal F5 des Fürstenberghauses am münsterschen Domplatz
20-22 über das Thema "Schelsky als 'öffentlicher Professor'. Die
'Skeptische Generation' von 1957 und die intellektuelle
Gründungsgeschichte der Bundesrepublik".
Franz-Werner Kersting, geboren 1955 in Lippstadt, hat an der WWU
Münster ein Lehramtsstudium der Geschichte, Germanistik und
Pädagogik absolviert und 1981 mit dem Ersten Staatsexamen für
die Lehrämter Sek. I und II abgeschlossen. Anschließend war er
Promotionsstipendiat in der Begabtenförderung der
Friedrich-Naumann-Stiftung. 1987 wurde er von seinem
akademischen Lehrer Prof. Dr. Heinz Gollwitzer an der WWU mit
einer Arbeit über "Militär und Jugend im NS-Staat. Rüstungs- und
Schulpolitik der Wehrmacht" promoviert. Noch vor Abschluss
seiner Dissertation trat er 1986 ebenfalls in Münster in das
heutige Institut für westfälische Regionalgeschichte des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein. Parallel dazu
blieb Kersting zehn Jahre lang Lehrbeauftragter des Historischen
Seminars der WWU.
Aus einem größeren LWL- und Institutsprojekt zur Geschichte der
westfälischen Provinzial-Heilanstalten, das er zusammen mit Karl
Teppe und Bernd Walter durchführte, entstand 1996 die Arbeit
"Anstaltsärzte zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik. Das
Beispiel Westfalen". Mit dieser Studie habilitierte er sich an
der Universität Siegen für das Fach Neuere und Neueste
Geschichte. Die Arbeit erschien noch im gleichen Jahr im Verlag
Schöningh in der Reihe "Forschungen zur Regionalgeschichte".
1998/99 nahm Dr. Kersting an der Universität Siegen für ein Jahr
die Vertretung des Lehrstuhls von Prof. Dr. Jürgen Reulecke für
Neuere und Neueste Geschichte wahr. 2003 folgte seine Ernennung
zum außerplanmäßigen Professor der Universität Siegen. Seit der
Habilitation 1996 hat er dort ununterbrochen bis 2006 gelehrt
und auch als Gutachter und Prüfer in Examens-, Magister- und
Promotionsverfahren fungiert. Im vergangenen Jahr beantragte der
Historiker beim Fachbereich Geschichte/Philosophie der WWU seine
Umhabilitierung von der Universität Siegen an die Universität
Münster. Das Verfahren mündete in die erneute Erteilung der
Venia Legendi für das Fach Neuere und Neueste Geschichte und in
die Ernennung zum außerplanmäßiger Professor an der WWU.
Daraufhin hat Prof. Kersting seine Lehrtätigkeit in Münster am
Historischen Seminar wieder aufgenommen - und mit einem Kurs
"Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert" gleich einen ganzen
Hörsaal gefüllt. Im Sommersemester lautet sein Kursthema "Stadt
und Land im 20. Jahrhundert. Aspekte der Sozial- und
Kulturgeschichte". Die Themenwahl steht im Zusammenhang mit
einem neuen, von ihm angeregten und konzipierten Projekt zur
Geschichte der Stadt-Land-Beziehungen in Westfalen im 20.
Jahrhundert. Neben diesem neuen thematischen Standbein hat sich
Prof. Kersting in der Wissenschaft bisher vor allem durch seine
Publikationen zur Psychiatriegeschichte, zur Jugend- und
Generationengeschichte sowie zur Gesellschaftsgeschichte der
Bundesrepublik einen Namen gemacht.
INFO
Link: Homepage Prof. Kersting
http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/NZ-G/L2/mitarbeiterkersting.html