[WestG] [AUS] Glas.Fenster.Licht, 11.03.-03.06.2007, Petershagen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mär 8 10:27:29 CET 2007
Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 06.03.2007, 09:31
AUSSTELLUNG
Glas.Fenster.Licht
Fotografien von Berthold Socha in der Glashütte Gernheim
"Glas.Fenster.Licht" heißt eine Ausstellung mit Fotografien von
Berthold Socha, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
ab Sonntag, 11. März, in seinem Industriemuseum Glashütte
Gernheim in Petershagen-Ovenstädt zeigt.
Über mehrere Jahrzehnte ist Berthold Socha, früher Referent in
der Kulturabteilung des LWL, in seiner Freizeit mit der Kamera
unterwegs gewesen. Bei seinen Streifzügen hat ihn immer Glas
fasziniert. Ob in der Architektur, in der Kunst, im Alltag - die
besonderen Eigenschaften dieses Materials, seine Transparenz,
Reflexionen und Lichtbrechungen zogen ihn immer wieder an. Das
Ergebnis seiner jahrelangen Beobachtungen hat Socha nun eigens
für die Gernheimer Ausstellung zusammengetragen.
Verstärkt wurde seine fotografische Auseinandersetzung mit Glas
durch die Freundschaft des Fotografen mit den Glaskünstlern Pete
Hunner und Maibritt Jönson, die etwa vor 30 Jahren begann. In
der Ausstellung finden sich viele Bezugspunkte zu Glas wieder.
Glasfassaden - meist spiegelnd, Innenräume durch Glas geschützt ,
Glas als Werkstoff der künstlerischen Arbeit, Schaufenster,
Fenster, die einem Gebäude erst ein Gesicht verleihen,
Glasbehältnisse (Sammlung Schwiezer), aber auch frühe Aufnahmen
der Glashütte Gernheim.
Socha, der aus Oberschlesien stammt, in Oldenburg aufwuchs und
seit 1955 in Münster lebt, kam schon in seiner Jugend mit der
Fotographie in Berührung. Als "Amateur" beackerte er fast alle
Bereiche des Metiers, selbst den der Makrofotografie. Schnell
kam die Hinwendung zu Themen, die ihn begleitet haben und noch
begleiten. Vorbilder, bestimmte Themen aufzunehmen, waren für
ihn in den 60er Jahren die Sternfotografen und hier insbesondere
Hilmar Pabel und Thomas Höpker, sowie auch Stefan Moses, die ihn
auch mit anderen Themen (subjektive Fotografie) lange
inspirierten. Später gab es einen starken Einfluss durch die
FAZ-Fotografin Barbara Klemm.
Geblieben ist bis heute - und in seinen Aufnahmen zu erkennen -
der Ideenreichtum, der von der "subjektiven Fotografie" der
Schule Otto Steinerts ausging. Grafische Details der umgebenden
Welt finden sich immer wieder in seinen Aufnahmen. Manche Themen
begleiten ihn über lange Zeit: Etwa "Offene und geschlossene
Fenster", zerstört oder zugemauert. "Kunstbetrachtung": Menschen,
die mit Kunstwerken korrespondieren; "Sehen und gesehen werden
- wollen": Menschen, die sich bei Veranstaltungen präsentieren
oder in der Öffentlichkeit in besonderer Weise auftreten;
"Stille, verlassene Orte" und andere mehr.
In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und
Ausland war und ist Berthold Socha mit seinen Arbeiten präsent,
1991 gründete er mit anderen die Friedrich-Hundt-Gesellschaft
e.V. -Verein zur Förderung der Fotografie in Münster-, 2002
wurde er in die renommierte Deutsche Gesellschaft für
Photografie (DGPh) berufen. Er erhielt mehrere internationale
Auszeichnungen und ist als Buchautor hervorgetreten.
Die Ausstellung wird am 11. März 11.30 Uhr im Beisein des
Fotografen eröffnet und ist bis zum 3. Juni 2007 zu sehen. Eine
Einführung in die Ausstellung erfolgt durch Dr. Helmut Knirim,
Leiter des LWL-Museumsamtes in Münster.
INFO
Glas. Fenster.Licht
Fotografien von Berthold Socha
Zeit:
11.03.-03.06.2007
Di - So, 10 - 18 Uhr
Ort:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen