[WestG] [KONF] "Europaeische Verfassungsentwicklungen in der Zwischenkriegszeit", 07.-09.02.2007, Bielefeld

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Jan 22 10:18:29 CET 2007


Von: "Brigitte Honerlage" <brigitte.honerlage at uni-bielefeld.de>
Datum: 15.01.2007, 14:01


TAGUNG

Rechte Diktatur statt Demokratie
ZiF-Tagung zum Thema "Europäische Verfassungsentwicklungen in 
der Zwischenkriegszeit"

Nicht nur in Deutschland, sondern in mindestens zwölf 
europäischen Staaten wurde die parlamentarische Demokratie 
zwischen 1920 und 1939 durch eine rechtsstehende Diktatur 
abgelöst. Diesem Phänomen widmet sich vom 7. bis 9. Februar 2007 
eine Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der 
Universität Bielefeld, die von dem Rechtswissenschaftler 
Christoph Gusy (Bielefeld), dem Politikwissenschaftler Hans 
Boldt (Müllheim) und dem Historiker Andreas Wirsching (Augsburg) 
geleitet wird.

Im Zentrum dieser Arbeitsgemeinschaft soll die Erforschung der 
Schwächen der parlamentarischen Demokratien stehen. In der 
Zwischenkriegszeit stellten sie sich als teilweise überaus 
instabile Gebilde dar. Partiell litten sie offenbar von Anfang 
an oder im Laufe der Zeit an einem gewissen Mangel an Akzeptanz. 
In anderen Fällen waren Stabilität bzw. *Handlungsfähigkeit* der 
parlamentarischen Demokratien offenbar derart schwach 
organisiert, dass es ihnen nicht gelang, sich gegen 
konkurrierende Machtfaktoren im Staat durchzusetzen oder zu 
behaupten. Sie gingen dann nicht durch Wahlen, sondern durch 
Revolutionen oder Putsche unter. Da diese historische 
Entwicklung in zahlreichen europäischen Staaten zeitlich und 
räumlich besonders nah beieinander lag, gilt es, sie auf 
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu befragen. Dies soll die 
spezifische Perspektive der Konferenz abgeben.

Im Rahmen der Konferenz sollen zunächst vergleichende 
Fragestellungen erörtert werden, um so ein Gespräch über Grenzen 
hinweg zu ermöglichen und dabei den Blick weg von den jeweiligen 
nationalstaatlichen Besonderheiten hin auf die übergreifenden 
Aspekte zu lenken. Die Einordnung von Einzelanalysen in einen 
allgemeineren Untersuchungsrahmen schafft erst die Grundlagen 
für gemeinsame Fragestellungen, Antwortversuche und 
Bewertungsansätze aus vergleichender Perspektive. Daneben soll 
die exemplarische Einzelbetrachtung wichtiger Staaten und 
Verfassungen stehen. Der systematisierend-vergleichenden 
Perspektive soll also der Ansatz einer Einzelbetrachtung aus den 
jeweiligen Spezifika nationaler politischer und rechtlicher 
Vorbedingungen entgegengesetzt werden. Es gilt, beide 
Perspektiven zusammenzuführen und zu einer wechselseitigen 
Durchdringung und Ergänzung zu veranlassen.


INFO

Kontakt: 
Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Universität Bielefeld, 
Pressesprecher Ingo Lohuis 
Universitätsstraße 25 
33615 Bielefeld
Telefon: (05 21)1 06-41 45/46
Telefax: (05 21) 1 06-29 64 
E-Mail: pressestelle at uni-bielefeld.de 
www.uni-bielefeld.de/presse 

Weitere Informationen unter: 
www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2007/02-07-Gusy.html 

Bei inhaltlichen Fragen an die Veranstaltungsleitung: 
Prof. Dr. Christoph Gusy
Fakultät für Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld
E-Mail: christoph.gusy at uni-bielefeld.de 

Anfragen zur Tagungsorganisation an: 
Tagungsbüro des ZiF 
Telefon: 0521/106 2769
E-Mail: Trixi.Valentin at uni-bielefeld.de