[WestG] [AKT] Spielfilm im "Dritten Reich" - Eine "Traumfabrik" unter dem Hakenkreuz, 29.08.07

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Di Aug 21 09:06:07 CEST 2007


Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 20.08.2007, 11:07


AKTUELL

Spielfilm im "Dritten Reich" - Eine "Traumfabrik" unter dem Hakenkreuz
Vortrag von Corinna Krombach, Gelsenkirchen, mit anschließender Diskussion

Mittwoch, 29. August 2007, 19.30 Uhr 

Spiel- wie Dokumentarfilme Hitlerdeutschlands erleben heute eine zweifelhafte Rehabilitierung. Leni Riefenstahls Olympiafilm wird zum Ausgangsmaterial eines Videoclips der Gruppe Rammstein, Veit Harlens "harmlose" Filme werden in einer Sonderreihe eines Pay-TV Senders präsentiert. Dass sich hinter vermeintlich unverdächtigen Melodramen oder Historienfilmen Ideale und Vorstellungen des Nationalsozialismus verbargen, bleibt dabei häufig unterschlagen.
Wie gestaltete sich die Filmproduktion im Kontext der totalen Kontrolle des "Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda"? Auf welche Genres konzentrierte sich die propagandistische Intention des NS-Films?
Die Repression, die auf die einzelnen Filmschaffenden verübt wurde, lässt oft nur vage Rückschlüsse auf die persönliche Einstellung der Künstler ihrem Regime gegenüber zu. Filmproduktion im "Dritten Reich" kann daher eher vor dem Hintergrund der staatlichen Kontrolle gesehen werden, etwa durch Vorzensur der Drehbücher und in Einzelfällen als Überzeugungstat einzelner Fanatiker.
Eine "Clusterbildung" durch Beherrschung und Gleichschaltung der populären Medien- und Kultureinrichtungen ist auch im Europa des 21. Jahrhunderts kein Tabu wie es zum Beispiel das "Imperium" Berlusconis beweist. 

Veranstaltungsort: 
Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen
http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html 


Übernahme aus der E-Mailing-Liste geschichtskultur-ruhr