[WestG] [AKT] Vortrag: Der Viadukt: Archivforum will spannende Geheimnisse lueften, 30.10.2006, Witten

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fre Okt 27 12:55:17 CEST 2006


Von: Presse Service" <info at presse-service.de>
Datum: 26.10.2006, 15:15


AKTUELL

Der Viadukt: Archivforum will spannende Geheimnisse lüften
Veranstaltung am 30. November - Eintritt frei

Ein halbes Jahrhundert verging von der Entscheidung bis zum 
Beginn des Baues einer Eisenbahnbrücke zur Querung der Ruhr 
bei Witten. Inzwischen ist der Viadukt ein Wahrzeichen unserer 
Stadt geworden. Wer hat damals gebremst, wer hat angeschoben?

Mit diesem Thema beschäftigt sich das 11. Wittener Archivforum 
am kommenden Montag (30.10.) um 19 Uhr im Konferenzraum 
von Haus Witten in der Ruhrstraße 86. Dr. Martina Kliner-Fruck, 
Historikerin und Leiterin des Stadtarchivs Witten, lädt zu diesem 
kostenfreien Vortrags- und Diskussionsabend alle interessierten 
Wittenerinnen und Wittener herzlich ein. "Wir melden uns auch 
mit diesem Archivforum über ein imposantes Bauwerk, das voller 
Geheimnisse steckt,  nach längerer Umzugspause wieder in der 
Öffentlichkeit zurück", freut sich die Archivchefin auf die hoffentlich

gut besuchte Veranstaltung.

Harte Fakten und Gerüchte

Peter Braun wird in seinem Eingangsvortrag den Eisenbahn-Viadukt 
über die Ruhr in Witten intensiv ausleuchten. Denn im Internet und 
auch in der Fachliteratur wird einiges Unzutreffende über den Viadukt 
berichtet. Ob sich der Architekt deshalb umgebracht haben soll? Eine 
Richtigstellung bezüglich Bauweise, Baustoffe und der Mischbauweise 
in Stahl / Bruchstein erfolgt im Vortrag mit Beispielen aus
Jahrhunderten. 
Der Stadtteil Bommern sowie das Ziegelei-Gelände von Dünkelberg 
(Zeche Nachtigall) bekamen 1910 keine mit dem Bau des Viaduktes 
verknüpften Rangierbahnhöfe. Dies ist aus heutiger Sicht höchst 
erfreulich, denn die Wittener können sich nur deshalb immer noch an
"Haus Witten", seiner Nutzung und dem "Lohmannschen Park" erfreuen,
weil 1912 beherzte Wittener Bürger den mit dem Bau des Viaduktes 
für notwendig befundenen Abbruch elegant verhinderten.

Großprojektion

Dass der Referent bei seinem Vortrag eine von ihm selbst entwickelte 
Präsentations-Software mit Großprojektion nutze, mache die Sache 
noch spannender, so die Archivleiterin.

Peter Braun hat übrigens mehrfache Beziehungen zum Viadukt.
Einerseits ist er (1938) gebürtiger Wittener, andererseits hat er nach
dem Studium des Bauwesens und der Mathematik an der TH Aachen 
und einem Diplomabschluss im konstruktiven Ingenieurbau leitende 
Tätigkeiten in Ingenieurbüros, vorwiegend für Industrie-, Kraftwerk-
und Eisenbahnbrückenbau inne gehabt. Darüber hinaus war er für 
Planungen und Bauleitungen unter anderem für die Olympiade 
1972 in München und die Universität Bochum verantwortlich.

Mit seiner Vortragsreihe "Archivforum" will das Stadtarchiv Witten 
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Heimatforschern 
sowie Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, ihre Forschungs-
ergebnisse zur Wittener Stadtgeschichte der Öffentlichkeit vorzu-
stellen. Im Anschluss an die jeweilige Präsentation der Referenten 
bietet sich die Möglichkeit zur öffentlichen Diskussion und Aussprache.

Die Archivforen finden an wechselnden Orten in Witten statt, wobei 
die Wahl der Veranstaltungsorte am jeweiligen Thema orientiert ist. 
"Am kommenden Montag danken wir dem Kulturforum für die 
Bereitstellung der Veranstaltungsräume im Haus Witten", so 
Dr. Martina Kliner-Fruck.


INFO

Der Viadukt: Archivforum will spannende Geheimnisse lüften

11. Wittener Archivforum 
Montag, 30.10.2006 um 19 Uhr 
Konferenzraum Haus Witten
Ruhrstraße 86. 
Witten