[WestG] [AKT] Vortrag: "Wiedergutmachung", 22.10.2006, Dortmund
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fre Okt 20 11:50:50 CEST 2006
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 18.10.2006, 09:54
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
"Wiedergutmachung"
Vortrag von Dr. Marc von Miquel
22.10.2006, 12:00 Uhr
Im Brockhaus (Ausgabe 1974) heißt es unter dem Schlagwort "Wiedergutmachung":
"Der finanzielle Ausgleich für Schäden, die durch weltanschaulich, politisch, religiös
oder rassisch begründete Verfolgungsmaßnahmen des Nationalsozialismus hervor-
gerufen wurden. Entzogenes Eigentum ist, soweit individualisierbar, durch Restitution
zurückzuerstatten (s. Rückerstattung); sonstige Schäden sind durch Wieder-
gutmachung zu ersetzen (z.B. aus Amtsenthebung, Berufsverbot, Inhaftierung,
Gesundheitsschädigung, Tötung). In der Bundesrepublik Deutschland wurde die
Wiedergutmachung zunächst durch Landesgesetze über die Wiedergutmachung
nationalsozialistischen Unrechts geregelt. Der Bund, der die Zuständigkeit für die
Wiedergutmachung besitzt (Art. 74 GG) hat von ihr durch Wiedergutmachungsgesetze
sowie durch den Israel-Vertrag Gebrauch gemacht."
Ferner heißt es weiter: "Als Entschädigung werden Renten, Abfindungen, Kapital-
entschädigungen, Darlehen, Ausbildungsbeihilfen u.a. gewährt. Die Entschädigung
ist von den Ländern zu leisten; ihnen gegenüber trägt der Bund einen gesetzlich
bestimmten Anteil."
Ist erlittenes Unrecht überhaupt "wieder gut zumachen"? Können verlorene
Lebensjahre, erlittenes Unrecht und die Ermordung von Familienangehörigen
und Freunden "wieder gut gemacht" werden? Diesen Fragen geht Dr. Marc von
Miquel in seinem gleichnamigen Vortrag nach.
Dr. Marc von Miquel ist wiss. Mitarbeiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel/Münster.
INFO
Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50
44147 Dortmund
Telefon: 0231-50-25002
http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html