[WestG] [AKT] Vortag, Sollbach: Bombenkrieg und Luftkriegsalltag 1939-1945, Hagen, 11.05.2006
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Fre Mai 5 10:47:30 CEST 2006
Von: "Historisches Centrum Hagen" <info at historisches-centrum.de>
Datum: 04.05.2006, 16:35
AKTUELL
Vortrag: Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach, Universität Dortmund
Bombenkrieg und Luftkriegsalltag 1939-1945
11. Mai 2006, 19.00 Uhr
Historisches Centrum Hagen, Vortragssaal
Eilper Str. 71-75
Hagen
Mit dem "Bombenkrieg und Luftkriegsalltag 1939-1945 in der Stadt Hagen
und
im östlichen Ruhrgebiet" befasst sich der Vortrag am Donnerstag, dem
11. Mai
2006, um 19.00 Uhr, in der wissenschaftlichen Veranstaltungsreihe
"Hagener
Vorträge und Diskussionen" im Historischen Centrum Hagen, Eilper Str.
71-75.
Referent ist der durch einschlägige, auch regional- und
lokalgeschichtliche
Publikationen ausgewiesene Historiker Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach von
der
Universität Dortmund.
Der Dia-Vortrag behandelt zum einen die Entwicklung der westalliierten
Luftkriegsstrategie während des Zweiten Weltkriegs und zeigt auf,
welche
technischen und militärischen Zwänge, politische Erwägung und nicht
zuletzt
auch fatale Fehlannahmen sie geformt haben. Diese Feststellung betrifft
vor
allem die britische Entscheidung für die unterschiedslose
Flächenbombardierung der deutschen (Groß-)Städte Anfang 1942. Zu Beginn
des
Jahres 1943 begann auch die US-amerikanische Luftflotte mit ihren
Tagangriffen auf Ziele im deutschen Hinterland.
Im zweiten Teil werden vor allem am Beispiel der Stadt Hagen die immer
verheerender werdenden Auswirkungen des Luftkriegs auf das städtische
Gefüge
und das Leben ihrer Bewohner aufgezeigt. Ab 1943 bestimmte der
Luftkrieg
gerade auch in der als "Waffenschmiede des Deutschen Reichs" geltenden
und
daher von den Westalliierten besonders nachhaltig bombardierten Stadt-
und
Industrieregion an der Ruhr den Alltag mit Fliegeralarmen, Nächten in
Kellern und Luftschutzbunkern, zerstörten Wohnungen, toten
Angehörigen,
Evakuierung und allgemeiner Sorge und Angst. Das bekam auch die Stadt
Hagen
zu spüren, wo insgesamt fünf Großangriffe den Innenstadtbereich
praktisch
vernichteten und die Stadt am Ende als Gemeinwesen auslöschten.
Die in dem Vortrag gezeigten und zum Teil bisher unbekannten
zeitgenössischen Fotos aus alliierten Archiven sowie auch aus
Privatbesitz
lassen die Realität des Luftkriegs auch optisch sichtbar werden. Der
Eintritt ist frei.