[WestG] [AKT] Zeche Egbert ist nach Restaurierung wieder zugaenglich
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fre Jun 23 11:15:10 CEST 2006
Von: "Pressestelle der Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 22.06.2006, 13:10
AKTUELL
Zeche Egbert ist nach Restaurierung wieder zugänglich
Jakel: Wichtiges Objekt auf der Route der Industriekultur
Nach abgeschlossener Sanierung wurde am Donnerstag (22.6.) mit
der Zeche Egbert (im Ortsteil Kämpen) ein wichtiges Denkmal der
Wittener Bergbaugeschichte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Altbürgermeister Klaus Lohmann übernahm in seiner Eigenschaft
als Vorsitzender des Fördervereins bergbauhistorischer Stätten,
Ruhrrevier e. V. die ehrenvolle Aufgabe, das Band zu durchschneiden.
"Die Zeche Egbert liegt zwar außerhalb des bergbaugeschichtlichen
Rundweges im Muttental, ist aber gleichwohl ein bedeutendes Objekt
auf der Route der Industriekultur", erklärt der städtische Denkmal-
pfleger Martin Jakel. "Die 1976 stillgelegte Kleinzeche war die letzte
ihrer Art im Ruhrgebiet und zeigt die Bauform und die Betriebstechnik
des seit alters üblichen Kleinbergbaues im südlichen Ruhrgebiet."
Das hölzerne Schachtgerüst der Kleinzeche war witterungsbedingt
verrottet und musste daher zum größten Teil erneuert werden.
Dies geschah in enger Zusammenarbeit zwischen der Zimmerei Schnell
aus Wetter-Wengern und der Wittener Gesellschaft für Arbeit und
Beschäftigung (WABE), die sich mit einer Qualifizierungsmaßnahme
daran beteiligte.
"Um das Schachtgerüst gemäß Original wieder zu errichten, hatte
die Universität Oldenburg eine dreidimensionale digitale Bauaufnahme
erstellt, mit deren Hilfe eine Wiederherstellung des Objektes
ermöglicht
wurde", erklärt der städtische Denkmalpfleger. Die technischen Aus-
richtungsgegenstände der alten Zeche wie Förderband, Loren,
Schütten usw. wurden von den Mitarbeitern der WABE entrostet und
aufgearbeitet.
Die Maßnahme kostete insgesamt 60.000 Euro. Das Land NRW stellte
dafür 48.000 Euro aus Städtebauförderungsmitteln bereit, 12.000
Euro steuerte die Stadt Witten in Form von Sachmitteln (in erster
Linie das Holz aus städtischem Wald) dazu bei. "Mit dieser Maßnahme
wurde ein wichtiges bergbaugeschichtliches Dokument vor dem Verfall
gerettet, so dass es für die kommende Generation als Anschauungsobjekt
dienen kann", freut sich Martin Jakel.