[WestG] [AKT] Vortrag: Hensle, Als das Radiohoeren gefaehrlich wurde, Gelsenkirchen, 26.10.2005

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Die Okt 18 10:06:15 CEST 2005


Von: "gk-mail (Abeck)" <mailing at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 17.10.2005, 10:15
Übernahme von der Mailingliste "geschichtskultur-ruhr"


Als das Radiohören gefährlich wurde.
Die Verfolgung von "Rundfunkverbrechen" durch NS-Justiz und Gestapo während
des Zweiten Weltkriegs
Vortrag von Dr. Michael Hensle, Herten, mit anschließender Diskussion
Mittwoch, 26. Oktober 2005, 19.30 Uhr

Mit Kriegsbeginn im September 1939 wurde das Hören ausländischer Sender
generell verboten und als "Rundfunkverbrechen" gebrandmarkt. Für
Zuwiderhandlungen wurden drakonische Strafen angedroht: Zuchthausstrafe als
Regelstrafe, bei Weiterverbreitung abgehörter Nachrichten sogar die
Todesstrafe. Zuständig für die Verfolgung waren die NS-Sondergerichte und
die Geheime Staatspolizei (Gestapo). Viele der illegalen Hörer- auch
"Schwarzhörer" genannt - gerieten erst aufgrund von Denunziationen in die
Fänge der Gestapo. Der Vortrag versucht die historisch-juristischen Fragen
zu klären, die sich für die Hörer von "Feindsendern" im Zweiten Weltkrieg
trotz Hörverbot stellten.


INFO / ORT

Dokumentationsstätte
"Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323
45891 Gelsenkirchen
Telefon: (0049)-(0)209-1698552
Telefax: (0049)-(0)209-1698553
E-Mail: doku-ge at institut-fuer-stadtgeschichte.de
URL: http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html