[WestG] [KONF] Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte der spätmittelalterlichen Stadt, Dortmund, 07.07-09.07.2005

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Die Mai 17 11:25:20 CEST 2005


Von: "Thomas Schilp", <tschilp at stadtdo.de> 
Datum: 13.05.2005, 10:03


KOLLOQUIUM

5. Dortmunder Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte
in der spätmittelalterlichen Stadt

veranstaltet von: 
Conrad-von-Soest-Gesellschaft. Verein zur Förderung der 
Erforschung Dortmunder Kulturleistungen im Spätmittelalter

Institut für Kunst und ihre Didaktik der Universität Dortmund, 
Arbeitsbereich Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

Stadtarchiv Dortmund

Propsteikirche


Die Dortmunder Dominikaner im späten Mittelalter und die 
Propsteikirche als Erinnerungsort

7. bis 9. Juli 2005

Veranstaltungsort:
Propsteikirche und Propsteisaal, Propsteihof 2-3

Das 5. Dortmunder Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte in der 
spätmittelalterlichen Stadt ist dem Dortmunder Dominikanerkloster und 
der einstigen Klosterkirche, der heutigen Propsteikirche, gewidmet. Das 
Kolloquium setzt die interdisziplinäre Erforschung und Diskussion der 
spätmittelalterlichen Stadtkultur Dortmunds fort. Mit dem Dominikanerkloster 
St. Johann bapt. wird ein herausragender Ort des mittelalterlichen Dortmund 
thematisiert: Die erhaltenen Schätze des einstigen Dominikanerklosters im 
Zentrum der Stadt, das Hochaltar-Retabel des Weseler Malers Derik Baegert 
aus den 70er Jahren des 15. Jahrhunderts, das Fragment des Retabels der 
Rosenkranzbruderschaft aus dem Jahr 1523, eine - in dieser Form selten 
erhaltene - Stiftertafel des 15. Jahrhunderts, eine wertvolle Handschrift, 
ein Graduale des 14. Jahrhunderts, um nur einige Gegenstände des Schatzes 
der heutigen Propsteikirche St. Johann zu nennen,  deuten in verschiedener 
Hinsicht auf die kulturelle Blüte der Reichs- und Hansestadt im Spätmittelalter. 

Dabei war die Gründung des Klosters schwierig und gelang nach mehreren 
Versuchen erst im Jahre 1330. Die Tagung wird die "verworrene Geschichte" 
der Gründung ebenso thematisieren wie  die Einbindungen in die städtische 
Gesellschaft, die Inquisition ebenso wie die Ordensreform des 15. Jahrhundert; 
die herausragenden erhaltenen Gegenstände des Schatzes des einstigen 
Dominikanerklosters ebenso wie die Architektur der Klosterkirche als 
Bedeutungsträger oder die Funktion der Klosterkirche als Erinnerungsort der 
Stadtgesellschaft der Moderne. Auf den Altar-Retabeln der Klosterkirche 
befinden sich im übrigen die ältesten Ansichten der Stadt Dortmund, Anlass 
genug, um das Verhältnis von Stadtgesellschaft und Dominikanerkloster im 
Spätmittelalter intensiv zu diskutieren.

Ein besonderes Anliegen dieser Tagung ist es, einer interessierten Öffentlichkeit 
die spätmittelalterliche Kunst und Kultur Dortmund auf der Basis aktueller 
wissenschaftlicher Forschungen nahe zu bringen und verständlich zu machen 
sowie Wege zu eröffnen, sich mit den Zeugnissen der Vergangenheit auseinander 
zu setzen. Die Tagung  ist daher für Interessierte geöffnet, eine Anmeldung ist 
nicht erforderlich.


DONNERSTAG, 7. JULI 2005
Veranstaltungsort: Propsteikirche Dortmund

19:30 Uhr
Begrüßung

Grußworte
Jörg Stüdemann, Kulturdezernent der Stadt Dortmund
Prof. Dr. Eberhard Becker, Rektor der Universität Dortmund (angefragt)

Eröffnungsvortrag
Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper, Berlin: 
Denkmaltopographien - Erinnerungstopographien


FREITAG, 8. JULI 2005
Veranstaltungsort: Propsteisaal, Propsteihof 2-3

9:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

9:45 Uhr
Ursula El-Akramy, Bremen:  
Ein verworrene Geschichte. Die Gründung des Dominikanerklosters in Dortmund

10:30 Uhr 
Dr. Michael Tönsing, Weingarten:  
Die dominikanische Inquisition in Dortmund

11:15 Uhr
Kaffeepause

11:45 Uhr
Dr. Claudia Heimann, Bayreuth:  
Die dominikanische Observanz: Anspruch und Realität am Beispiel des Dortmunder 
Konvents

12:30 Uhr 
Mittagspause

13:30 Uhr
Dr. Thomas Lentes, Münster:  
Bildandacht und Bruderschaft. Funktionen von Rosenkranzdarstellungen

14:15 Uhr
PD Dr. Nils Büttner, Dortmund:  
Wo Dortmund liegt. Geschichtsvorstellung und Weltdeutung im späten Mittelalter

15:00 Uhr
Kaffeepause

15:30 Uhr
Dr. Petra Marx, Münster:  
Derick Baegert und der Hochaltar der Dortmunder Propsteikirche 

16:15 Uhr
Prof. Dr. Barbara Welzel, Dortmund:  
Memoria und bildende Kunst

17:00 Uhr
Dr. Martina Klug, Moers:  
Memoriale Stiftungen an das Dominikanerkloster


19:30 Uhr
Abendveranstaltung: Die Dominikaner und Dortmund
Veranstaltungsort: Propsteikirche Dortmund

P. Rodrigo Kahl OP, Kloster St. Albert, Walberberg:
Spiritualität der Dominikaner
Dr. Ulrich Meier, Bamberg/Bielefeld:
Zur Theologie der Stadt in der dominikanischen Predigt
Prof. Dr. Thomas Schilp, Dortmund:
Die Dortmunder Dominikaner im Kontext der spätmittelalterlichen Stadtkultur



SAMSTAG, 9. JULI 2005
Veranstaltungsort: Propsteisaal, Propsteihof 2-3

Ausstellung: Kunstwerke aus dem Schatz und Archivalien zum Dominikanerkloster

9:30 Uhr
Vera Henkelmann, Essen:  
Der Marienleuchter

10:00 Uhr
Elisabeth Tillmann, Dortmund:  
Aus dem mittelalterlichen Schatz der Propsteikirche St. Johann

10.30 Uhr
Dr. Susan Marti, Dortmund:  
Das Graduale aus dem Dortmunder Domikanerkloster im Kontext der Buchproduktion 
des Dominikanerinnenklosters Paradiese bei Soest 

11:00 Uhr 
Kaffeepause

11:30 Uhr
Dr. Roland Pieper, Münster:  
Von der Uneinheit des einheitlichen Raumes. Die Architektur der Dortmunder 
Dominikanerkirche zwischen Symbolismus, Funktion und Repräsentation

12:15 Uhr
Schlussdiskussion

Die Tagung wird gefördert durch:

Kulturstiftung Dortmund

NRW KULTURsekretariat

Park Inn Dortmund City Centre


INFO

Kontakt:

Prof. Dr. Thomas Schilp
Stadtarchiv Dortmund
Tel. 0231/50-22150
tschilp at stadtdo.de

Prof. Dr. Barbara Welzel
Institut für Kunst und ihre Didaktik 
der Universität Dortmund
Tel. 0231/755-2955
barbara.welzel at uni-dortmund.de