[WestG] [AKT] Vortrag, G. E. Solbach: Kriegsende in Hagen, Hagen,
07.04.2005
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Mit Mar 30 10:08:52 CEST 2005
Von: "Historisches Centrum" <info at historisches-centrum.de>
Datum: 30.03.2005, 10:04
AKTUELL
7. April 2005, 19 Uhr
Zwischen Befreiung und Katastrophe,
Das Kriegsende 1945 in Hagen
Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach, Universität Dortmund
Im April 1945 endete in Südwestfalen der Zweite Weltkrieg. Im Raum Hagen
wurde der "Ruhrkessel" von US-Truppen in zwei Teile gespalten.
Am 14. April 1945 besetzte ein Regiment der 86. Infanterie-Division ("Black
Hawk") der 1. US-Armee die von Bombenangriffen fast vollständig zerstörte
Innenstadt von Hagen. Ein weiteres Regiment der "Black Hawks" eroberte
Hohenlimburg. Die von deutschen Truppen und Waffen-SS "verteidigte"
Kleinstadt an der Lenne wurde erst am 16. April 1945 vollständig besetzt.
Am 17. April war im Raum Hagen der sinnlose Widerstand von deutschen Truppen
endgültig gebrochen. Zeitweise hatte deutsche Artillerie sogar die
Innenstädte von Hagen und Hohenlimburg unter Feuer genommen. Verluste unter
der Bevölkerung waren die Folgen.
Noch am Abend vor der alliierten Besetzung ermordeten Mitarbeiter der
Gestapo Hagen zahlreiche Menschen und verscharrten sie in Bombentrichtern in
der Umgebung der Stadt.
Kurz vor dem Einmarsch der US-Truppen tauchten die meisten örtlichen
Parteifunktionäre der NSDAP, einschließlich des Oberbürgermeisters und
Stellvertretenden Gauleiters von Westfalen-Süd, Heinrich Vetter, unter.
Der Vortrag schildert auf der Grundlage amtlicher und privater Dokumente
sowie der Erinnerung von Zeitzeugen die letzten dramatischen Wochen vor der
Besetzung der Stadt, die so genannte "Stunde Null" und die vom Kampf um das
Überleben beherrschten ersten Monate der Nachkriegszeit.
Der Eintritt ist frei.
INFO
Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71-75
58091 Hagen
http://www.historisches-centrum.de