[WestG] [AKT] Vortrag, T. Parent, Rettung der Maschinenhalle von
Zollern II/IV, DO, 30.11.2004
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Mon Nov 29 16:18:34 CET 2004
Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 29.11.2004, 16:15
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AKTUELL
Dienstag, 30. November, 19.30 Uhr
Diavortrag: "Das darf doch nicht wahr sein! Die Rettung der Maschinenhalle
von Zollern II/IV" von Dr. Thomas Parent
"Das darf doch nicht wahr sein", möchte man ausrufen, wenn man sich
vorstellt, dass die berühmte Jugendstil-Maschinenhalle der Zeche Zollern
II/IV nur um Haaresbreite dem Abriss entgangen ist. Genauso lautet deshalb
auch der Titel eines Vortrags über die Rettung der Halle, zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 30. November, um
19.30 Uhr in sein Industriemuseum einlädt. Im Rahmen der Vortragsreihe
"Aufbruch Industriekultur" stellt Dr. Thomas Parent, Vizedirektor des
Westfälischen Industriemuseums, darin neue Forschungsergebnisse zu dieser
entscheidenden Zäsur in der Geschichte der Zeche Zollern vor.
Vor 35 Jahren war die Jugendstil-Maschinenhalle der Zeche Zollern akut
abbruchgefährdet. Die Eigentümergesellschaft hatte sie zum Abbruch
ausgeschrieben und Verschrottungsfirmen boten ungefähr 200.000 Mark für das
Stahlfachwerk an. Die beiden Fördermaschinen sollten zusammen rund 38.000
Mark an Schrotterlös einbringen; der Ilgner-Umformer war auf etwa 10.000
Mark veranschlagt.
Nur wenige erkannten damals den großen kunsthistorischen Wert der Halle und
kämpften für ihren Erhalt. Eine entscheidende Rolle bei der Rettung des
Bauwerks spielten unter an-derem der Dortmunder Denkmalpfleger Werner
Kleffmann, das Fotografen-Ehepaar Bernhard und Hilla Becher sowie der
"Bauwelt"-Chefredakteur Ulrich Conrads. Besonders engagierte sich auch
Hans-Paul Koellmann, der damalige Direktor der Dortmunder Werkkunstschule.
Den Ausschlag zur Rettung in letzter Minute gab schließlich ein
"Brandbrief" an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Heinz Kühn.
Am 30. Dezember 1969 stellte der westfälische Landeskonservator die
Zollern-Halle unter Denkmalschutz. Als Herzstück des Westfälischen
Industriemuseums ist die Maschinenhalle heute ein Besuchermagnet: Über
100.000 Besucher hat die Zeche Zollern II/IV allein in diesem Jahr
angezogen.
Bei der Vortragsveranstaltung handelt es sich um eine Kooperation mit dem
Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark.
INFO
Veranstaltungsort:
Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV
Restaurant Pferdestall
Grubenweg 5, 44388 Dortmund-Bövinghausen
Eintritt frei!