[WestG] [AKT] 'Feuerwoche' im Westfaelischen Industriemuseum (ab
21.03.)
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Don Mar 18 14:12:18 CET 2004
Von: "LWL-Pressestelle", <presse at lwl.org>
Datum: 18.03.2004, 13:46
AKTUELL
'Feuerwoche' im Westfaelischen Industriemuseum
Dortmund (lwl). Mit einer "Feuerwoche" startet das Industriemuseum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in die heiße Phase seiner Veranstaltungen zum
25-jährigen Jubiläum. Vom kommenden Sonntag (21.3.) an lodern an mehreren Standorten des
Westfälischen Industriemuseums (WIM) Flammen, spielen Brände und Hitze bei Vorträgen und
Führungen eine zentrale Rolle. Das Spektrum der Angebote reicht vom Ziegelbrand in Lage bis
zum Vortrag "Feuer unter Wasser" in der Henrichshütte Hattingen. Die WIM-Woche "Feuer"
beginnt am Sonntag (21.3.) auf kleiner Flamme im Textilmuseum Bocholt.
Dort zeigt Textilingenieur Manfred Tangerding nach einem kurzen Rundgang
Bunsenbrenner-Experimente zum Färben von Garnen und Stoffen. Parallel dazu bietet das
LWL-Industriemuseum eine Entdeckungsrallye für Kinder an. Beide Programme starten um 15
Uhr und dauern rund 1,5 Stunden. "Gut Brand" heißt es am Mittwoch (24.3.) im Westfälischen
Industriemuseum Ziegelei Lage. Um 11 Uhr wird der Hoffmann'sche Ringofen angefeuert und in
den kommenden Tagen bis 1000 Grad Celsius hochgefahren. Bis einschließlich Sonntag (28.3.)
will das Museum 20.000 Ziegel nach historischer Manier brennen. Besucher können dieses
einmalige Schauspiel hautnah miterleben: In drei Schichten müssen die Brenner den Ofen Tag
und Nacht von der Decke aus mit Kohle befüllen (Foto), und dabei können die Museumsgäste
täglich zwischen 10 und 18 Uhr zuschauen.
Passend dazu steht die Kinderaktion am Samstag (27.3.) ab 15 Uhr in der Ziegelei Lage unter
dem Motto "Wir bauen Feuerdrachen". Jungen und Mädchen im Alter von 7 bis 11 Jahren
formen Drachen aus Ton, die rauchen und Feuer "spucken".
Das Museum bittet um Anmeldungen unter Tel. 05232 9490-0. Schließlich steht auch die
Themenführung am Sonntag (28.3.) ab 16 Uhr in Lage unter heißen Vorzeichen: Dr. Thomas
Parent begleitet die Besucher durch die aktuelle Sonderausstellung "Kinderarbeit - einst
und jetzt" und legt sein Augenmerk unter der Überschrift "Die außerordentliche Hitze bei den
Öfen ..." auf die Kinderarbeit in der frühindustriellen Glasproduktion.
Feuer im Doppelpack wartet auf die Besucher der Spätschicht am Freitag (26.3.) im
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. Um 19 Uhr startet am Foyer ein einstündiger
Rundgang über das Gelände - zum letzten Mal in dieser Wintersaison begleitet von
Fackelträgern (Foto). Im anschließenden Vortrag erzählt Jürgen Laege unter dem Motto
"Feuer unter Wasser" die unglaubliche Geschichte dampfgetriebener U-Boote. Der Eintritt
zum Vortrag um 20 Uhr ist frei; die Teilnahme an der Fackelführung kostet 3,50 € für
Erwachsene, 2 € für Kinder ab sechs Jahren.
Brände und Explosionen gehören zu den gefährlichsten Ereignissen unter Tage.
Auf der Zeche Zollern II/IV in DORTMUND gibt es im
Kauenkeller einen eigenen Ausstellungsbereich zu diesem Thema. Museumsmitarbeiter
Martin Lochert erzählt bei einer Themenführung am Sonntag (28.3.) um 14.30 Uhr über
Grubenunglücke im Ruhrbergbau und ihre Bekämpfung. Teilnehmer zahlen lediglich den
normalen Museumseintritt. Hitze, Rauch und Zugluft bestimmten die Arbeitsbedingungen von
Glasmachern im 19. Jahrhundert. Im WIM-Standort Glashütte Gernheim in Petershagen an der
Weser erläutert Dr. Thomas Parent bei einer Themenführung am Sonntag (28.3.)
Schmelztechnik und Arbeitsbedingungen in der frühindustriellen Glasproduktion. Nach dem
geführten Rundgang (Beginn 11 Uhr) haben Besucher Gelegenheit, den Glasmachern des Museums
bei ihrer "Feuerarbeit" am Ofen im Hüttenturm zuzusehen.
Mehr Informationen zum WIM-Jubiläum im Internet unter www.industriemuseum.de