[WestG] [AKT] Froemmigkeitsforscherin Aka bekommt Arbeitsstipendium

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Mit Mar 17 14:21:23 CET 2004


Von: "LWL-Pressestelle", <presse at lwl.org>
Datum: 17.03.2004, 13:49


AKTUELL

Frömmigkeitsforscherin Aka bekommt Arbeitsstipendium

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt sein mit 3.100 Euro
dotiertes Arbeitsstipendium für westfälische Landesforschung in diesem Jahr an Dr.
Christine Aka aus Münster. Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (17.03.) in Münster
beschlossen. Dr. Christine Aka erhält in diesem Jahr das Arbeitsstipendium für
westfälische Landesforschung des LWL. "Dr. Christine Aka hat sich als eine der
herausragendsten Frömmigkeitsforscherinnen profiliert.", urteilt der Rat für
Westfälische Landeskunde, der Aka für das Arbeitsstipendium vorgeschlagen hat. "Sie
beherrscht aber auch nicht zuletzt dank ihrer langjährigen Museumserfahrungen die nie
oberflächlich werdende Popularisierung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse, die
sie auch einem breiteren Publikum bekannt gemacht hat. Christine Aka ist nicht nur viel
gefragte und renommierte Vertreterin der volkskundlichen Frömmigkeitsforschung, sie ist
darüber hinaus eine Volkskundlerin, die das Fach in großer Breite zu vertreten vermag",
heißt es in der Begründung des Rates für Westfälische Landeskunde. 

Dr. Christine Aka hat ihrer westfälischen Heimat nie den Rücken gekehrt. Geboren in Vechta, 
studierte sie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Volkskunde, Mittlere und Neuere
Ge-schichte, Ur- und Frühgeschichte und schloss ihr Studium mit Promotion ab. Schon ihre
Dissertation zum Thema "Tod und vergessen? - Sterbebilder als Zeugnis katholischen
Totengedenkens" gilt als bahnbrechende Studie über ein bis dahin kaum erforschtes Thema und
seitdem als Standardwerk. Nach einem Volontariat beim Stadtmuseum Münster, arbeitete sie
von 1994 bis 1997 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Heimathaus
Münsterland/Krippenmuseum Telgte und war an zahlreichen Ausstellungs- und
Forschungsprojekte in Westfalen-Lippe beteiligt.

Zwischen 2000 und 2002 betreute sie für
die Volkskundliche Kommission des LWL das Forschungsprojekt "Unfallkreuze am
Straßenrand". Seit Januar 2002 ist Dr. Christine Aka freiberuflich tätig und hat gerade den
auf großes Interesse gestoßenen ersten Band der neu gestalteten Reihe der Volkskundlichen
Kommission für Westfalen "Alltagsgeschichte in Bildern" vorgelegt. Das
Arbeitsstipendium, das der LWL jährlich vergibt, ist für Personen gedacht, die nicht an
einer Universität tätig sind und Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche
Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen
und finanziellen Rückhalt einer großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse
erbringen.