[WestG] [PORT] In eigener Sache: der 501. Abonnent
Marcus Weidner
m.weidner at lwl.org
Die Aug 12 16:01:57 CEST 2003
Von: "Marcus Weidner", <m.weidner at lwl.org>
Datum: 12.08.2003, 15:02
PORTAL
In eigener Sache - der 501. Abonnent
Liebe Listenleserinnen und -leser,
die Museen haben es da einfacher: der 500., 1.000. oder 10.000. Ausstellungsbesucher wird von der Direktion in die Arme geschlossen, geehrt und in der Zeitung gefeiert - in einer weitgehend "anonymen" E-Mailing-Liste, in der die Moderatoren oft nicht mehr als eine (z.T. kryptische) E-Mail-Adresse besitzen bzw. besitzen dürfen, sieht es anders aus. Und so hat es - nachdem dies uns beim 500. Abonnenten trotz mehrfacher Mails nicht gelungen ist - ein wenig gedauert, bis wir gestern - offiziell - Bernhard Westphal als 501. Abonnenten im Westfälischen Institut für Regionalgeschichte persönlich begrüßen durften.
Bernhard Westphal aus Billerbeck, 77 Jahre, ist pensionierter Realschuldirektor, ehemaliger Bürgermeister (1973-1979) und passionierter Erforscher der Geschichte von Gilden (z.B. Leinewebergilde) und Zünften sowie der lokalen Schulgeschichte. Die Liste abonniert hatte Westphal bereits am 20.07.03 um 17:47 h, von der er durch Dr. Peter Illisch, Referent beim Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, auf einer Sitzung des Kreisheimatvereins Coesfeld erfahren hatte. Als Geschenk erhielt Westphal den Band 52 der Westfälischen Forschungen von 2002, der dem Thema "Regionale Identitäten in Westfalen seit dem 18. Jh." gewidmet ist, sowie eine Museumscard, mit der er für die Dauer eines Jahres sämtliche LWL-Museen kostenlos besuchen kann. Über beide Präsente freute sich der Jubilar sehr.
Dieses erste Listenjubiläum wollten die Moderatoren nicht nur zum Anlass nehmen, zu gratulieren, sondern gleichzeitig auch eine erste Bilanz zu ziehen. Obwohl die Liste regional ausgerichtet ist, hat sie sich inzwischen auch im Ausland einen Namen gemacht. Zumindest nach den Abonnenten zu urteilen: So kommen die drei entferntesten Listenmitglieder aus Großbritannien, Spanien und Österreich. Einer von ihnen ist Dr. Sheilagh Ogilvie von der University of Cambridge in England. Auf die Frage, was sie mit der Westfälischen Geschichte verbinde, erklärte sie, dass sie sich für die deutsche Wirtschafts- und Sozialgeschichte interessiere und sich ihre Forschungen besonders auf die Geschichte gesellschaftlicher Randgruppen in ausgewählten Regionen konzentrieren. Und da sei neben ihrem eigentlichen Forschungsschwerpunkt in Süddeutschland die Region Westfalen aufschlussreich.
Explizit haben die Moderatoren bereits einzelne Listenmitglieder per Mail nach ihrem Eindruck von der Liste befragt und aufschlussreiche Rückmeldungen erhalten. Insgesamt stellten die Befragten übereinstimmend fest, dass mit der E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" eine wichtige Lücke geschlossen werde, da regionale Informationen in großen (inter)nationalen Listen häufig untergehen. Praktisch sei das Angebot, sich schnell und unkompliziert über Aktuelles informieren zu können. Was Ursula Bender-Wittmann vom Mindener Museum für Geschichte und Volkskunde so plakativ formulierte, gilt für viele andere Abonnenten: "Als Historikerin, die in den Niederungen der Museumsarbeit oft im täglichen Trott gefangen ist, weiss ich es sehr zu schätzen, dass ich mich nun schnell und ohne Aufwand darüber informieren kann, was sich anderswo in Westfalen und insbesondere an der akademischen Front tut." Als positiv bewerteten die Befragten zudem die weitgefasste Zielgruppe der Mailingliste, die einen breiten Diskurs ermögliche. Ansprechend sei darüber hinaus die Vielseitigkeit der Liste mit Informationen zu Ausstellungen und Vorträgen, Buchankündigungen und Inhaltsverzeichnissen von Zeitschriften. Diese Vielseitigkeit war es auch, die Dr. Barbara Stambolis von der Universität Paderborn bei der Gestaltung eines Hauptseminars zu "Region und Regionalbewusstsein" half: Über die Liste konnte sie weiterreichende Informationen zu Selbstverständnis und Selbstdarstellung einzelner nordrhein-westfälischer Teilregionen in Erfahrung bringen.
Gleichzeitig erhielten die Befragten die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu geben. Hier wurden v.a. Buchvorstellungen angesprochen. Dr. Ruth Goebel aus Düsseldorf und Dr. Bettina Joerdens vom Staatsarchiv Detmold wünschten sich hier mehr kommentierte Informationen (Buchrezensionen) und generell mehr private Meinungen der Listenmitglieder. Dem mehrfach geäußerten Wunsch nach Inhaltsverzeichnissen von bedeutenden regionalen Zeitschriften kommt die Listenmoderation inzwischen durch einen erweiterten Service nach. Bei den aktuellen Veranstaltungshinweisen regte Katrin Herbers M.A. aus Ahaus an, diese manchmal sehr kurzfristigen Termine vorausschauender anzukündigen.
Die Moderatoren möchten auch Sie herzlich einladen, Ihre Meinung zur E-Mailing-Liste mitzuteilen. Wenngleich nicht alle Wünsche erfüllbar sind, so sind wir doch sehr daran interessiert, das Format weiterzuentwickeln und im Verbund mit dem Internet-Portal, das voraussichtlich Ende Mai 2004 an den Start geht, auszubauen. Dabei sind wir - da wir oft nur einen Umschlagplatz anbieten, auf dem wir die von Ihnen eingeschickten "Waren" prüfen und mit einem "Infobereich" versehen - auf Ihre Mitarbeit, Ihre "Ware" Information und Ihre Kritik angewiesen. Herzlichen Dank!
Einen schönen Sommertag wünschen Ihnen - und insbesondere dem 501. und dem inzwischen 537. Abonnenten der E-Mailing-Liste (Stand: 12.8.2003, 15:02) -
Ihre Moderatoren
Dr. Marcus Weidner und Rita Börste